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Pretzfeld
Kirchweih

Pretzfeld feiert den heiligen Kilian

Pfarrer Stark findet tatsächlich Parallelen zwischen dem Kirchenpatron und dem Fußball. Lediglich den Kindern ist es zu heiß.
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ei herrlichem Sommerwetter feiern die Pretzfelder ihre Kiliani-Kirchweih. Wer konnte, flüchtete unter einen Hut. Fotos: Roppelt
ei herrlichem Sommerwetter feiern die Pretzfelder ihre Kiliani-Kirchweih. Wer konnte, flüchtete unter einen Hut. Fotos: Roppelt
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Die katholische Pfarrei Pretzfeld zählt zu den Urpfarreien in der Umgebung und erhielt vom Würzburger Bistumspatron das bis heute anhaltende Kilianspatrozinium. Der historische Hintergrund ist die Missionierung Frankens um 686 n.Chr. durch den heiligen Kilian, der zusammen mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan um 689 n.Chr. den Märtyrertod starb.

In Pretzfeld steht eine von 63 Kilianskirchen in Deutschland. Die Kirchweihfeier begann mit dem von Pfarrer Florian Stark zelebrierten Festgottesdienst, den die Singgemeinschaften aus Pretzfeld und Weilersbach mit Leibeskräften unterstützten.

Zusammen mit vier Bläsern des Musikvereins Weilersbach ging das Lied "Missa antiqua", das aus der Feder des deutschen Kirchenmusikers und Komponisten Wolfram Menschick stammt, den Besuchern richtig unter die Haut.


Pfarrer Stark beschäftigte sich in seiner Predigt mit dem Thema, was der heilige Kilian und der Fußball gemeinsam haben. "Beides kam ursprünglich aus England und beides unterliegt festen Regeln", sagte Stark. Im Kirchenumgriff warteten derweil 19 Standbetreiber - vom Korbmacher, dem Bund Naturschutz bis zum Fränkischen- Schweiz-Verein - auf dje Besucher. Besonders schnell fielen dabei wohl die selbst hergestellten Kunstgegenstände dem Betrachter ins Auge.

Wallfahrt nach Pretzfeld

Das Jugendblasorchester und die Kapelle des Musikvereins Pretzfeld sorgten für stimmungsvolle Unterhaltung. Lediglich die Kinder, die ihre ausgedienten Spielsachen auf dem Flohmarkt darbieten wollten, haben bei rund 30 Grad im Schatten recht schnell kapituliert.

Etwas Besonderes hatte sich der Kinderchor der Bamberger Heinrichsspatzen mit seiner Leiterin Anita Fösel ausgedacht. Eigens zu dem Namenstagsfest der Pretzfelder Kiliani-Kirche haben sie sich zu einer Wallfahrt nach Pretzfeld aufgemacht. Dort haben sie dann zusammen mit ihrem Pfarrer Günter Höfer den gut besuchten Wallfahrtsgottesdienst am Nachmittag mitgestaltet.

Das erste Mal

Befragt nach seinen ersten Eindrücken, sagte Pretzfelds Pfarrer Florian Stark: "Hier erlebe ich zum ersten Mal das Kiliani-Patronatsfest. Und ich bin über das, was hier auf die Beine gestellt wird, sehr überrascht."
Er habe zwar gewusst, dass die Menschen in Pretzfeld gern feiern. "Aber so viele Feste in meinem Vorgarten habe ich noch nicht erlebt", freute sich Pfarrer Stark.



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