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LKR Forchheim
Kontrolle

Polizei hat die Raser im Blick

Beim Blitzmarathon legen die Polizeibeamten ihr Augenmerk auf besonders Eilige. Gemessen wird das Tempo vor allem an sehr unfallträchtigen Stellen.
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Kurt Friedel kontrolliert die Geschwindigkeit im Tempo 70 Bereich auf der Staatsstraße von Neuses nach Forchheim.  Fotos: Josef Hofbauer
Kurt Friedel kontrolliert die Geschwindigkeit im Tempo 70 Bereich auf der Staatsstraße von Neuses nach Forchheim. Fotos: Josef Hofbauer
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Polizeihauptkommissar Kurt Friedel hat sie genau im Visier. Auf der ehemaligen Bundesstraße 4 auf Höhe der Abzweigung nach Eggolsheim kontrolliert er mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit der aus Richtung Neuses kommenden Fahrzeuge.
Diese Stelle sei in die Liste der Messstellen aufgenommen worden, weil vom Neuseser Kreisel bis zur Schleuse durchgehend eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h gilt. Mehrere Betriebseinfahrten zu den Kieswerken machten die Geschwindigkeitsreduzierung notwendig, erklärt Hartmut Demele, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Forchheim. Außerdem habe es exakt an der Einmündung mehrere tödliche Unfälle gegeben.
Ziel des "Blitzmarathons" und der anschließenden Schwerpunktwoche Geschwindigkeit sei es, die Zahl der Verkehrsunfälle, die auf überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit zurückgehen, zu reduzieren, bekräftigt Alexander Czech, Pressesprecher der Polizeidirektion Oberfranken. Waren es 2013 noch 2282 Unfälle, die von Rasern verursacht wurden, sank diese Zahl oberfrankenweit im vergangenen Jahr auf 1795. Ein Rückgang um 21,34 Prozent. Waren bei diesen Unfällen 2013 noch 31 Todesopfer zu beklagen, sank die Zahl der Unfalltoten in Oberfranken 2014 auf 13.
Diese Tendenz bestätigt auch die Statistik für die Polizeiinspektionen Forchheim und Ebermannstadt. Hier gab es 2013 noch 208 noch 171 Unfälle wegen Raserei, 2014 nur noch 122. Nimmt man den Autobahnabschnitt zwischen der Grenze zu Mittelfranken und der Grenze zum Landkreis Bamberg hinzu sank die Zahl der Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit von 208 auf 141. Ein Rückgang von 32,21 Prozent.
"Da haben sicher die Kontrollen der Polizeibeamten aus Forchheim und Ebermannstadt ihren Teil dazu beigetragen", heißt es seitens der Polizeidirektion Oberfranken. Der Verfolgungsdruck verfehle seine Wirkung nicht.
Eine Einschätzung, die zu stimmen scheint, denn die Messungen von Kurt Friedel an der Abzweigung Eggolsheim liegen fast alle zwischen 55 und 75 km/h. Alles im grünen Bereich.
Bis auf einen silberfarbenen Mazda. Bei ihm zeigte die Laserpistole 92 km/h an; gemessen in rund 400 Meter Entfernung. Hartmut Demele winkt mit der roten Kelle und konfrontiert den Autofahrer mit dem Messergebnis. Bezahlt wird an Ort und Stelle. Das Bußgeld fällt mit 30 Euro moderat aus. Aber: "Ein Betrag, über den man sich ärgert", findet Kurt Friedel.

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