Pettensiedel
Engagement

Pettensiedler Fußballer wollen Leben retten

30 Mitglieder haben sich am Sonntag typisieren lassen. Im besten Fall können sie jetzt Menschen helfen, die an Blutkrebs erkrankt sind.
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Organisator Florian Dötzer (l.) war angetan von der Resonanz der Typisierungsaktion in Pettensiedel.  Foto: Petra Malbrich
Organisator Florian Dötzer (l.) war angetan von der Resonanz der Typisierungsaktion in Pettensiedel. Foto: Petra Malbrich
"Ich hoffe natürlich, helfen zu können", sagte Tobias und sprach damit aus, was ihnen und seine Vereinskollegen motivierte. 26 Sportler und einige ihrer Partnerinnen haben sich am Sonntag zur Typisierung im Vereinsheim des TSV Pettensiedel getroffen.

Florian Dötzer hat die Aktion auf die Beine gestellt. Er erklärte zunächst, wie die Typisierung genau ablaufen würde. Jeder erhielt zwei Stäbchen. "Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein" - mehr muss man über den Ablauf der Prozedur im Grunde gar nicht wissen. Sie kann aber eine enorme Wirkung entfalten, wenn dadurch ein geeigneter Spender für an Blutkrebs erkrankte Menschen gefunden wird. "Fußballhelden" heißt die Aktion. Sie wurde von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und dem Profifußballer Jerome Boateng ins Leben gerufen.
Gemeinsam wollen sie möglichst viele Fußballvereine dafür gewinnen und im besten Fall Menschenleben retten.


Hoffnung auf Nachahmer

Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, nutzte der ASV Pettensiedel das erste Punktespiel als Rahmen.
"Es wäre schön, wenn sich auch andere Vereine dazu entschließen könnten", sagt Florian Dötzer. Bislang haben sich im Landkreis Forchheim nur wenige Vereine an der Aktion beteiligt. "Es war auf ganzer Linie ein großer Erfolg", freute sich Florian Dötzer anschließend. 30 Mitglieder des ASV Pettensiedel hatten sich vor dem ersten Punktespiel typisieren lassen, um möglicherweise für an Blutkrebs erkrankte Menschen zum Lebensretter zu werden.

"Zehn Sportler werden sich in Folge der Aktion noch typisieren lassen", freut sich Dötzer. Die Unterlagen und Auswertung der Speichelproben kostet den Teilnehmern nichts.
Jedoch freut sich die DKMS über freiwillige Spenden. Ein Spendenschwein stand deshalb bereit. "Am Ende kam die beachtliche Summe von 826 Euro zusammen", freute sich Florian Dötzer.
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