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Hallerndorf
Hochwasser

Pegel in Hallerndorf ist so hoch wie lange nicht

In Teilen Hallerndorfs (Landkreis Forchheim) stand das Wasser am Wochenende bis zu einem halben Meter hoch. Die Aisch schwoll in der Nacht von Samstag auf Sonntag bedenklich an. Einige Keller liefen voll.
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Die Ente auf der Ortseinfahrtsstraße FO 19 nach Hallerndorf. Fotos: Mathias Erlwein
Die Ente auf der Ortseinfahrtsstraße FO 19 nach Hallerndorf. Fotos: Mathias Erlwein
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Dort, wo normalerweise die Autos rollen, schwimmt seelenruhig eine Ente. Die Ortseinfahrt nach Hallern dorf stand über einen halben Meter unter Wasser, der Verkehr wurde über Schlammersdorf umgeleitet. Der Pegelstand der Aisch schwoll laut Messstation an der Laufer Mühle in der Nacht von Samstag auf Sonntag enorm an: auf knapp unter 5,90 Meter - so hoch wie seit Jahrzehnten seit den Messungen nicht.

Doch die Bewohner der gewässernahen Häuser und die Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Großgemeinde Hallerndorf waren irritiert. Zwar liefen einige Keller voll Wasser, die Kreisstraße FO19 nach Hallerndorf musste für den Verkehr gesperrt werden und die Kreisstraße von Willersdorf nach Stiebarlimbach war auch etwa eine Meter unter Wasser. Doch so hoch - wie bei viel geringer gemessenen Pegelständen früher - stand das Wasser lange nicht.

Vorkehrungen getroffen

"Normalerweise ist die Ortsdurchfahrt durch Schlammersdorf bei der Brücke bei so einem Pegelstand an der Laufer Mühle ebenfalls unter Wasser", schüttelte der Einsatzleiter der Schlammersdorfer Ortswehr, Matthias Petermann, ungläubig den Kopf. Auch die Bewohner eines besonders vom Hochwasser betroffenen Anwesens am Spielplatz konnten in ihrem Haus bleiben. "Da haben wir schon bei weitaus geringeren Pegelstandsmessungen in Lauf evakuiert", erinnert sich Petermann. Bereits am Samstagnachmittag wurden Vorkehrungen getroffen und Sandsackbarrieren aufgebaut. "Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet, das THW Forchheim und Kirchehrenbach half uns mit Sandsäcken aus", atmet der Einsatzleiter nach einer schlaflosen Nacht erleichtert auf.

Ein Grund für die eher niedrigen Wasserstände in der Gemeinde Hallerndorf könnten die neu geschaffenen Flutmulden entlang der Aisch sein, die zur Abwendung extremer Hochwässer ausgehoben wurden. Jetzt hoffen die Betroffenen nur eines: Keine weiteren Niederschläge. Für die Fußballer der DJK Hallerndorf war in jedem Fall der Sonntagnachmittag frei: Das Heimspiel gegen die SpVgg Hausen hätte man höchstens als Wasserballspiel austragen können. Denn das Spielfeld war komplett überflutet.
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