Forchheim
Ausstellung

Passionskrippen in Forchheim: Eine andere Art der Predigt

Passionskrippen können Besucher bis kommenden Sonntag in der Forchheimer Pfalz begutachten.
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Die Figuren der Passionskrippen werden von Karl Heinz Exner angeordnet. Foto: Harald Pieger
Die Figuren der Passionskrippen werden von Karl Heinz Exner angeordnet. Foto: Harald Pieger
Ein abgeschlagenes Ohr, Folterknechte, eine Kreuzigung? Das gehört doch nicht in eine Krippe, sagen manche. Wem die Tradition der Ernsten, Passions- oder Leiden-Jesu-Krippen kein Begriff ist, der kann sich noch bis kommenden Sonntag, 3.April, in der Marienkapelle der Forchheimer Pfalz ein nachösterliches Bild machen.
Im Halbdunkel des Kapellenraumes stellt der Krippenbaumeister Karl Heinz Exner aus Bischberg im Landkreis Bamberg bereits zum elften Mal aus.


Am Anfang war es ein Hobby

"Heute bin ich in halb Europa zuhause", sagt Exner. Doch der Weg führte bis dahin von einem Hobby in den 50er-Jahren erst zur Professionalität von heute. In dreizehn stimmungsvoll beleuchteten Dioramen wird die Leidensgeschichte Jesu vom Einzug in Jerusalem bis zur Erscheinung des Auferstandenen unter seinen Aposteln nacherzählt.


Die Figuren sind von verschiedenen Künstlern geschnitzt und durchweg beweglich, sodass sie Exner zahlreiche Möglichkeiten zur Ausgestaltung und Deutung offen lassen.
Umgebung und Hintergründe entstehen dann aus verschiedensten künstlichen und natürlichen Materialien, wie der Künstler erklärt und der Besucher erkennen kann. Die unterschiedlichen Aufstellungen erinnern an mittelalterliche Fensterbilder oder Kreuzwegdarstellungen.

Karl Heinz Exner möchte seine Werke durchaus als eine Art Predigt verstanden wissen, die in alter Tradition Glaubensinhalte in sichtbarer Form vermitteln und den ganzen Betrachter berühren.
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