Es ist soweit: Anfang April beginnt der Abriss der Gebäude an der Südseite des Paradeplatzes. "Nach einer langen Schwangerschaft", so Oberbürgermeister Franz Stumpf, fangen die Vorarbeiten für den Bau des neuen Geschäftshauses an der Südseite des Paradeplatzes nun wirklich an.
Die Sperrung wird bis zum Dezember und, falls der zweite Bauabschnitt gleich an den ersten angefügt wird, bis in das Frühjahr 2012 dauern. "Der Platz selbst", so Stumpf weiter, "wird nicht berührt." Damit ist garantiert, dass die Märkte, gewohnte Festivitäten und womöglich auch eine Fanmeile stattfinden können. Ab morgen steht die verengte Fahrbahn nur mehr den Bussen zur Verfügung.
Dazu wurden die Haltestellen auf der Südseite schon näher an das Gasthaus Schwane verlegt. "Die Durchfahrt wird noch so breit sein, dass zwei Busse passieren können. Wenn zwei halten, kann allerdings ein dritter nicht vorbeifahren", erläuterte Roland Brütting vom Ordnungsamt. Der Baustellenverkehr selbst wird hinter dem Bauzaun, also auf dem Gehsteig, ablaufen. Die Radfahrer dürfen über den Paradeplatz fahren.

Wendeschleife


Für den Autoverkehr zur Fußgängerzone und in die Nürnberger Straße wird eine Wendeschleife eingerichtet. Deshalb werden die Kurzzeitparkplätze etwas verschoben. "Bei Hinderungen in der Wendeschleife versteht das Ordnungsamt keinen Spaß", gab Brütting als Warnung für unachtsame Verkehrsteilnehmer vor. Denn die Busdurchfahrt müsse frei bleiben.
Damit Ortsunkundige mit Ziel Tiefgarage nicht sinnlos in die Nürnberger Straße einfahren, werden sie an der Kreuzung Schönborn-/Luitpoldstraße nach Osten zur Zweibrückenstraße und von dort über die Klosterstraße zur Tiefgarage geführt. Ebenso werden sie zur Adenauerallee oder zur Birkenfelderstraße geleitet, um die Innenstadt im Osten zu umfahren.Vorwegweiser kündigen die Veränderungen schon an den wichtigen Zufahrten zur Innenstadt an. Der westliche Ring um die Innenstadt über Luitpoldstraße, Karolinger- und Merowingerstraße ist durch die Baumaßnahme nicht tangiert.
Die Baustelle an der Alten Wache wird, so Brütting, die Verkehrsituation nicht verschärfen. Dennoch bleibt die Ampel an der Einmündung Klosterstraße/Marktplatz in Betrieb. Vorerst zumindest. Man wolle aber nach einer Weile erproben wie der Verkehr zwischen zwei verkehrsberuhigten Bereichen läuft.
Bauamtschef Gerhard Zedler geht davon aus, dass kommende Woche die alten Häuser ausgeräumt werden. Der Abriss werde etwa einen Monat dauern. Danach wird die Baustelle eingerichtet. "Danach ist eine Lücke vorprogrammiert", erklärt er. Denn die Bauentscheidung fiel erst vor zehn Tagen. Derzeit seien die Planer mit der Neuberechnung der Statik und den Baudetail-Plänen beschäftigt.
Für den zweiten Bauabschnitt und vor allem, ob sich dort ein Textilgeschäft ansiedeln will, sieht Franz Stumpf "noch kein Licht am Tunnelende".