Es ist heuer 125 Jahre her, dass im Langensendelbacher Ortsteil Bräuningshof die Freiwillige Feuerwehr gegründet worden ist. Zum Jubiläum haben es sich die Bräuningshofner gegönnt, den jährlichen Kreisfeuerwehrtag auszurichten. Dazu gehörte auch die Jugendolympiade, bei der die Feuerwehranwärter an insgesamt zehn Stationen und einer "Joker-Übung" ihre Geschicklichkeit im Umgang mit den Feuerwehrgerätschaften unter Beweis stellen konnten.

140 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren hatten sich dafür angemeldet. Sie kamen aus 19 der insgesamt 126 Landkreiswehren und der einen Werksfeuerwehr im Landkreis. Die jugendlichen Feuerwehrler maßen sich im Zielspritzen, beim Ausrollen eines Schlauchs oder beim Knüpfen von Rettungsknoten.

Die Nase vorne hatten in diesem Jahr schließlich die zwei Gruppen der Jugendwehr aus Langensendelbach, die den ersten und dritten Platz belegten. Der Rüsselbacher Nachwuchs errang die Plätze zwei und vier. Diese ersten vier Teams dürfen beim Bezirksentscheid am 13. Oktober in Burgebrach die Fahnen des Landkreises Forchheim hochhalten.


"Löschzwerge" im Einsatz



Klaus Sreball ist Jugendfeuerwehrwart des Landkreises Forchheim und freute sich natürlich über die Einsatzfreude und auch das Können der Nachwuchsfeuerwehrler. Dennoch legt er seine Stirn in ernste Falten, wenn man ihn auf die Jugendarbeit in den Feuerwehren anspricht: " Da spüren wir schon die demografische Entwicklung im Landkreis. Und dann lässt auch die Schule den Jugendlichen immer weniger Raum für ihre Freizeit." Einige Feuerwehrler im Landkreis stemmen sich gegen diese Entwicklung, indem sie Kindergruppen für Buben und Mädchen im Alter bis zwölf Jahre gegründet haben.

Sreball hält auch die die feuerwehrtechnische Ausbildung sowie eine Brandschutzerziehung in den Schulen für geeignete Mittel, um die Nachwuchssorgen der Feuerwehren etwas dämpfen zu können. Andreas Greif, Jugendwart bei der Feuerwehr Gosberg, hat zuletzt auch gute Erfahrungen mit der sogenannten "Löschzwergen-Gruppen" gemacht.

Dort können Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren all das machen, was ein Feuerwehrler eben so macht. Die Gosberger "Löschzwerge" bestehen derzeit aus elf Buben und Mädchen. Das Thema des Feuerwehrnachwuchs brennt auch Kreisbrandrat Reinhardt Polster seit längerem auf den Nägeln. "Schließlich geht es darum, dass auch in Zukunft die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sicherstellen soll", sagt Polster.