Forchheim
Reise

Oberfränkische Christen verlieben sich in den Senegal

25 junge Menschen aus dem Erzbistum Bamberg haben soziale und kirchliche Einrichtungen im Senegal besucht. Die Oberfranken wollen dort ein Jugendhaus errichten.
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Im Senegal haben Einheimische und Besucher aus dem Erzbistum Freundschaft geschlossen.  Foto: privat
Im Senegal haben Einheimische und Besucher aus dem Erzbistum Freundschaft geschlossen. Foto: privat
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"Eduquer une femme c´est eduquer une nation" steht in großen blauen Buchstaben über dem Eingangstor von "Claire Logis" geschrieben. Auf Deutsch heißt dieser Satz: "Eine Frau auszubilden bedeutet, eine Nation auszubilden."
Die Mädchenschule in Thiès im Senegal ist nur eine von zahlreichen sozialen, landwirtschaftlichen und kirchlichen Einrichtungen, die 25 junge Menschen aus dem Erzbistum Bamberg während eines Jugendaustauschs vom 28. Februar bis 13. März besucht haben.

Umfassende Einblicke in das Leben im Senegal sowie Dialog und Begegnungen zwischen den Jugendlichen standen im Mittelpunkt der vom Jugendbildungshaus Burg Feuerstein veranstalteten Begegnungsreise in Bambergs Partnerdiözese Thiès.


Neben dem Besuch von Schulen, einer Krankenstation und Kindergärten standen auch ein Tag in Gastfamilien, touristische Sehenswürdigkeiten, ein internationales Kochduell, die gemeinsame Gestaltung eines senegalesischen Fastentuchs sowie eine Jugendwallfahrt auf dem Programm. Das schreibt das Erzbistum in einer Pressemitteilung.

"Viele schöne Eindrücke"

Eine der Teilnehmerinnen des Austauschs war Jana Schmitt. Die 24-jährige Studentin aus Veitsbronn gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihren Erlebnissen erzählt.

"Ich habe aus dem Senegal ganz viele schöne Eindrücke mitgenommen, die sich weder mit Worten noch mit Fotos richtig wiedergeben lassen", sagt sie. Der Jugendaustausch habe intensivere Begegnungen und tiefere Einblicke in das Leben der Menschen, ihre Kultur und Mentalität ermöglicht, als dies etwa durch einen Urlaub geschehen könne.

Beeindruckt sei sie vor allem von der großen Freundlichkeit und der als "Teranga" bekannten Gastfreundschaft
der Senegalesen gewesen, die sie während ihrer zweiwöchigen Reise täglich erfahren durfte.

Der Austausch ist eine von insgesamt drei Säulen der Bistumspartnerschaft im Bereich der Jugendarbeit. Zu diesen gehörten außerdem der regelmäßig stattfindende Freiwilligen-austausch sowie das "Maison des Jeunes", ein Jugendbildungshaus, das in Thiès entstehen soll.

In Zukunftsworkshops hätten die Jugendlichen vor Ort ihre Ideen und Vorstellungen von dem Haus gesammelt, die nun unmittelbar in die Planung einfließen würden.

Neue Projekte geplant

Um den Bau finanzieren zu können, würden auf Burg Feuerstein bereits seit drei Jahren Spenden gesammelt. Weitere Gelder für das Projekt sollen in Zukunft auch durch den Aufbau eines Fairen Handels zwischen dem Jugendhaus und Einrichtungen in der Diözese Thiès ermöglicht werden.

Erste Projektpartner konnte die Bamberger Delegation während des Jugendaustauschs bereits gewinnen.

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