Neunkirchen am Brand
Sanierung

Neunkirchen baut Freibad um

Die Marktgemeinde will über eine halbe Million in die Hand nehmen, um ihr Freibad zu erneuern. Schon im Sommer 2016 sollen Besucher in einem neuen Becken ihre Bahnen ziehen.
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Das Neunkirchner Freibad ist inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen. Foto:_ fra-press
Das Neunkirchner Freibad ist inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen. Foto:_ fra-press
Die Badefreunde aus Neunkirchen und Umgebung müssen in diesem Jahr wohl das letzte Mal in dem alten, im Jahr 1953 als Löschwasserbehälter erbauten Freibad schwimmen. Schon im kommenden Jahr können sie ihre Bahnen dann im neugestalteten Außenbereich und einem modernen Schwimmbecken ziehen.
Der Marktgemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit 16:0 Stimmen im Vorgriff auf den noch nicht verabschiedeten Etat 2015 200 000 Euro freizugeben. Das Geld ist gedacht für die Planung, die ihn den Händen einer Kulmbacher Planungsgesellschaft liegt.

Arbeiten am Außenbereich

Die Planungen sehen dabei für den zweiten Bauabschnitt die Errichtung eines neuen 12,50 Meter mal 25 Meter großen Schwimmerbeckens und ein neues Kinderplanschbeckens mit einer Fläche von 40 Quadratmetern. Rund 544 000 Euro soll die Installation ungefähr kosten.


Bei dieser Gelegenheit soll für 188 000 Euro auch noch gleich der Außenbereich neu gestaltet werden. Bereits vor drei Jahren waren 650 000 Euro in einem ersten Bauabschnitt ausgegeben werden. Damals war eine neue Wasseraufbereitungsanlage installiert werden. Ein weitaus größeres Bauprojekt zeichnet sich auf den 4700 Quadratmetern großen Brachflächen der Katholischen Kirchenstiftung an der "von-Pechmann-Straße" gegenüber des Busbahnhofes ab.

Der Verwaltungschef der katholischen Pfarrei St. Michael, Gerhard Bachert, sowie der ortsansässige Architekt Lutz Pasemann präsentierten im Gemeinderat jetzt einen ersten Entwurf.

Dabei könnten dort um ein neues Haus der Generationen mit und einem Wohnheim mit zehn Plätzen und vier Appartements weitere Gebäude mit Geschäften, Versorgungseinrichtungen, einem Finanzzentrum sowie 25 barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen und Appartements entstehen. Eine Tiefgarage mit 52 Stellplätzen und weiteren 25 oberirdischen Parkplätzen würden das gestalterische Konzept abrunden. Bachert erkennt darin "das Projekt eine Art Zukunftsmodell für ein fruchtbares Zusammenleben aller Altersgruppen".
Schon jetzt befinden sich dort Kindertagesstätten, die Sozialstation und auch eine Anlage für betreutes Wohnen und ein Alten- und Pflegeheim in unmittelbarer Nachbarschaft.

Ein geteiltes Echo

Das Echo war bei der anschließenden Aussprache im Gremium geteilt, obwohl der Markt schon bald eigene Hortplätze und einen neuen Jugendtreff als Ersatz für den derzeitigen Standort im Mehrgenerationenhaus St. Jakobus benötigt, und sich vorab für einige Markträte die Frage stellte, ob man dabei als Projektpartner oder nur als Mieter auftreten sollte.

Gemeinderat Anton Spatz (SPD) empfand es als störend, dass bei diesem Vorhaben "keinerlei soziale Komponente berücksichtigt" wurde, das Ganze so auch von einem privaten Investor geplant werden könnte. Gerade auch die Belange von Familien sind seiner Ansicht nach nicht ausreichend berücksichtigt worden. Auch könne er nicht einsehen, dass man schon über eine Zusammenarbeit mit einem Investor entscheiden solle, aber noch gar nicht darüber abschließend entschieden habe, wo das Mehrgenerationenhaus denn überhaupt einmal stehen soll. Für Ute Löffler (ÜWG) erinnerte die geplante einheitliche Häuserfront zu der "von-Pechmann-Straße" hin an eine Mauer, von der es in den vergangenen Jahren eh schon zu viele gebe.
Und für Bettina Wittmann von den Grünen wäre es unverzichtbar, dass bei der Planung nicht auf die mögliche spätere StUB-Trasse verzichtet würde, während sich der CSU-Fraktionssprecher Martin Walz für ein absolutes "Ja" zu einer Marktbeteiligung an diesem Projekt aussprach.
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