Behringersmühle
Beschluss

Neues Gerätehaus für die Wehr in Behringersmühle

Auch weil sie eine erhebliche Eigenleistung zugesagt hat, bekommt die Ortsfeuerwehr Behringersmühle ein neues Gebäude.
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Am 13. April 2013 brannte es im Gemeindehaus von Behringersmühle. Seitdem ist es unbewohnbar und abbruchreif.  Foto: Thomas Weichert
Am 13. April 2013 brannte es im Gemeindehaus von Behringersmühle. Seitdem ist es unbewohnbar und abbruchreif. Foto: Thomas Weichert
"Was lange währt wird endlich gut" - mit diesen nicht undramatischen Worten kommentierte Dritter Bürgermeister Manfred Eckert (CSU) die einstimmige Zustimmung des Gößweinsteiner Bau- und Umweltausschusses, in Behringersmühle ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Damit neigt sich ein Thema dem Ende zu, das den Gemeinderat seit 25 Jahren beschäftigt.

Eckert betonte, dass es schön sei, dass die derzeit 34 aktiven Feuerwehrleute der strategisch wichtigen Ortsfeuerwehr Behringersmühle so viel Eigenleistung zum Neubau ihres Gerätehauses in allen einzelnen Gewerken zugesagt haben. Diese Eigenleistung forderte Eckert analog zum Bau der Gerätehäuser in Kleingesee oder Morschreuth auch von den Behringersmühlern ein.

Vor der entscheidenden Weichenstellung hatte ein Ortstermin in Behringersmühle stattgefunden. Entstehen soll das neue Behringersmühler Feuerwehrgerätehaus mit einer Größe von 12,37 auf 7,39 Metern.
Vor dem neuen Haus entsteht ein noch mal ebenso großer Parkplatz mit zwölf Stellplätzen in Pflasterbauweise.


Technische Bauplanung

Die Zufahrt wird verbreitert, befestigt und geschottert. Im Anbau werden sich die WC-Anlagen für Damen und Herren und die Damenumkleide befinden, im Gerätehaus selbst die Umkleide für die Herren. Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wird vom bestehenden Tennisheim her angebunden. Mit dem Zustimmungsbeschluss ist nun die technische Bauplanung freigegeben.

Laut Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) kann nun der Bauantrag vorbereitet und dann der Zuschussantrag bei der Regierung von Oberfranken für die Stellplatzförderung eingereicht werden. Wenn alles gut geht, ist schon im Sommer dieses Jahres der Spatenstich für den Neubau.


Morbides Gemeindehaus

Die Bruttobaukosten sind mit 315 099 Euro veranschlagt. An Förderung des Freistaats erwartet die Verwaltung 57 750 Euro. Durch die Eigenleistungen der Feuerwehr Behringersmühle sollen rund 69 000 Euro eingespart werden. Unter dem Strich beläuft sich der Eigenanteil für den Markt somit auf rund 189 000 Euro.

Wie Zimmermann betonte, werde man sich erst dann um das alte und marode Gemeindehaus in der Ortsmitte kümmern, wenn die Feuerwehr mit ihren Fahrzeug mit Baujahr 1973 dort ausgezogen ist. Als Nächstes braucht die Feuerwehr Behringersmühle natürlich auch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Ein weiteres Thema der Sitzung waren die diesjährigen Straßenunterhaltungsmaßnahmen, für die 160 000 Euro eingeplant sind. 40 000 Euro davon resultieren noch aus unerledigten Maßnahmen des letzten Jahres, weil die beauftragte Firma diese aus terminlichen Gründen im vergangenen Jahr nicht mehr durchführen konnte.

So wird zum Beispiel für 12 000 Euro der Einmündungsbereich der Balthasar-Neumann-Straße in die Staatsstraße saniert oder für 14 000 Euro der Gehsteig bei der Lidl-Einfahrt. Für laufende jährliche Straßenunterhaltsmaßnahmen sind 40 000 Euro vorgesehen und für die Sanierung der Auffahrt noch Moschendorf 60 000 Euro.

Eine Diskussion zum Straßenuterhalt gab es nicht.
Diskutiert wurde jedoch über die dringend nötigen Holzfällarbeiten an der Kapellenleite des Kreuzbergs unterhalb des Aussichtspunktes am Hochkreuz. Hier müssen wegen Gefahr für die darunter liegenden Wohnhäuser laut Försterin Susanne Sommersacher große Bäume, vornehmlich Buchen, gefällt werden. Die Holzfällung gestaltet sich jedoch wegen der Hanglage als schwierig und wird deshalb mit hohen Kosten für den Markt verbunden sein.

Die Räte stimmten jedoch auch dieser dringend notwendigen Maßnahme einstimmig zu. Zunächst werden Kostenangebote eingeholt. Konrad Schrüfer (FWG) appellierte, die Aussicht freizuhalten. Denn man habe ohnehin inzwischen zu wenig Aussichtspunkte, von denen aus man die Gegend sehe. Zimmermann merkte dazu an, dass es sich bei der Kapellenleite um Schutzwald handle und man Nachpflegemaßnahmen nicht so ohne Weiteres machen könne.
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