Forchheim
Richtfest

Neuer Dachstuhl war dringend nötig

Die Sanierung des alten Gebäudetraktes der Handwerkerschaft war mit Widrigkeiten verbunden. Der Dachstuhl drohte einzufallen.
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Kreishandwerksmeister Werner Oppel richtete seinen Dank auch nach oben zum Herrgott für eine unfallfreie Baustelle.  Fotos. Andreas Oswald
Kreishandwerksmeister Werner Oppel richtete seinen Dank auch nach oben zum Herrgott für eine unfallfreie Baustelle. Fotos. Andreas Oswald
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"Ein Haus zu bauen kostet Nerven, man muss viel planen, auch verwerfen", mit diesem Reim auf der Einladungskarte zum Richtfest deutete Kreishandwerksmeister Werner Oppel bereits die Hürden an, die bislang zu meistern waren bei der Sanierung des hinter dem Handwerkerhaus gelegenen alten Gebäudetraktes. "Es ist nicht nur ein Dankfest sondern gleichzeitig die Taufe des Hauses", erklärte Oppel. Da das Wasser während der Bauzeit reichlich von oben gekommen sei richtete sich der Dank auch nach oben zum Herrgott für eine unfallfreie Baustelle. Darüber hinaus bedankte sich Oppel bei seiner Vorstandschaft für immer einstimmige Beschlüsse. "Wer dabei war, wird mir Recht geben: es war nicht immer einfach. Denn Käufer und Verkäufer des Grundstücks hatten nicht immer dieselben Interessen" , nahm sich Oppel kein Blatt vor den Mund.
Aber dies liege in der Natur der Sache bei solchen Verhandlungen, die er jedoch insgesamt mit dem Fazit beurteilt: "Hart aber fair". Oppel gestand dass man während des Baus immer wieder auf neue Überraschungen gestoßen sei, auf Grund derer man immer wieder gezwungen gewesen sei, neue Entscheidungen zu treffen. Mit einem Satz formuliert: "Dieses Richtfest ist ein Findelkind, denn der Dachstuhl sollte eigentlich bleiben", erklärte Oppel. Erst beim Abtragen der Decke habe man sehen können, dass der alte Dachstuhl völlig marode gewesen sei. Es sei aber absolut die richtige Entscheidung gewesen, so vor zu gehen, wie es jetzt mit dem neuen Dach gemacht worden sei, denn es hätte ein zweites Bad Reichenhall geben können. Damit machte Oppel mit Blick auf die marode Dachkonstruktion des alten Gebäudes eine Anspielung auf den Eishallen-Einsturz vor zehn Jahren in Oberbayern.
Diese Entscheidung, die Kreishandwerkerschaft wirtschaftlich neu aufzustellen, werden nachfolgende Generationen erst zu beurteilen wissen, betonte Oppel. "Ich weiß, dass Mieteinnahmen sicherer zu kalkulieren sind als Mitgliedsbeiträge", erklärte der Kreishandwerksmeister und versicherte:"Wir wollen den Mitgliedern und den Mietern eine sichere Heimat geben".
Mit der geplanten Fertigstellung des 240 Quadratmeter großen Objektes im September werden alle bisherigen Mieter wieder einziehen können - daneben werden noch zwei neue Mietinteressenten gesucht.
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