Neunkirchen am Brand
Nahverkehr

Neuer Bus für die Schüler in Neunkirchen

Der Markt Neunkirchen kommt dem Wunsch von Eltern entgegen und richtet eine zusätzliche Buslinie ein - allerdings nur bis zum kommenden Sommer.
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Foto: Petra Malbrich
Foto: Petra Malbrich
Der Markt Neunkirchen wird eine zusätzliche Buslinie Ermreuth-Gleisenhof-Großenbuch-Rödlas für das Schuljahr 2016/ 2017 einrichten und dafür 6018 Euro bezahlen. Ab dem 9. Januar verkehrt der Bus täglich um 15.45 Uhr. Dieses Angebot endet mit Ablauf des Schuljahres im Juli 2017.

Das hat der Gemeinderat nach langer und teils hitziger Diskussion als Entgegenkommen an die auswärtigen Schüler der Offenen Ganztagesschule (OGTS) beschlossen. Notwendig geworden war dies als Reaktion auf die Regierung von Oberfranken und deren Forderung, die Betreuung von 15.30 Uhr auf 16 Uhr zu erhöhen. Das tat der Markt auch, aber viele Eltern wollten an 15.30 Uhr festhalten. Durch eine Sondergenehmigung ist in Neunkirchen nun beides möglich: Eine Betreuung bis 15.30 Uhr und bis 16 Uhr. Allerdings müssten die Schüler, die früher Schluss haben bis 16.08 Uhr auf den Bus warten.


Bitten aus Ermreuth

Die Schüler müssen also über eine halbe Stunde zwischen Schulende und Abfahrt des Busses überbrücken. Vor allem die Eltern der Kinder aus Ermreuth baten den Markt vor diesem Hintergrund, eine zusätzliche Linie für die Schülerbeförderung einzurichten. Diesen Wunsch gemeinsam mit dem LRA auch hinsichtlich der Kosten zu prüfen, hatte Bürgermeister Heinz Richter (FWG) versprochen. Eine neue Linie wäre mit 6018 Euro möglich - falls der Gemeinderat dem zustimmt.

Um Zustimmung bat Ute Löffler (ÜWG). Ihr war es wichtig, dass die Kinder an dem Nachmittagsprogramm teilnehmen könnten. "Mich wundert, dass wir den ÖPVN fördern und mit einer zweiten Linie dem ÖPVN Konkurrenz machen. Wegen 23 Minuten Wartezeit eine zweite Linie einzuführen: Dem zuzustimmen, fällt mir schwer", argumentierte dagegen Zweiter Bürgermeister Martin Mehl (CSU). Er argumentierte, dass die Kinder nach Schulschluss ohnehin gut eine Viertelstunde benötigte, um sich anzuziehen und ihre Sachen zu packen. So kommt er auf die von ihm ins Feld geführten 23 Minuten Wartezeit.


Drei Gegenstimmen

Auch Martin Walz (CSU) zeigte wenig Verständnis für die zusätzliche Linie. Die Kinder aus dem Hauptort müssten doch auch alleine nach Hause. In Neunkirchen sei es um 16 Uhr genauso dunkel wie in anderen Orten.
Wenn der zusätzlichen Linie zugestimmt werden solle, dann nur, wenn sich diese auf das restliche Schuljahr 2016/17 beschränke.

Unterstützung bekam er in dieser Position von Marijana Dollack und Karl Germeroth, beide FWG. Auch Ines Barrabas (FWG) stellt eine Notwendigkeit der zusätzlichen Linie infrage. Die Kinder müssten lernen, am Verkehr teilzunehmen, würden durch Schülerlotsen dazu erzogen und würden zum Busbahnhof ohnehin begleitet werden.

Mit drei Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat für die zusätzliche Buslinie aus.

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