Dormitz
Gemeinderat

Nepomuk-Brücke in Dormitz wird saniert

Dormitz greift die Instandsetzung der ortsbild-prägenden Brücke an. Laut Planung sollen die Arbeiten im April 2017 beginnen.
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Die Schäden an der Johannes-Brücke sind mit einem erheblichen finanziellen Aufwand zu beheben. Foto: Karl Heinz Wirth
Die Schäden an der Johannes-Brücke sind mit einem erheblichen finanziellen Aufwand zu beheben. Foto: Karl Heinz Wirth
Das Sanierungskonzept der Brandbachbrücke hat das Ingenieurbüro Wolfrum im Gemeinderat Dormitz vorgstellt. Anhand von Plänen und Zeichnungen erläuterten die Ingenieure den Planungsstand zur Renovierung der Nepomuk-Brücke.

Die Schadensdarstellung zeigte auf, dass die Renovierung viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Grund hierfür sind erhebliche Schäden. Die Stahlbewehrung liegt frei und der Kreuzschutz an den Pfeilern ist vollständig kaputt, wie bei Gründungs-Schürfungen festgestellt wurde.


Brüstungen sind zu niedrig

Ebenso sind die Brüstungen viel zu niedrig. Sie müssen erhöht werden. "Die Lebenszeit der Brücke ist erreicht", konstatierte Stefan Wolfrum. Der Sanierungsentwurf sieht vor, die falschen Fugen zu entfernen und neu zu verfugen. Eine komplette Sandstein-Sanierung sei erforderlich.

Der Fußgängersteg neben der Nepomuk-Brücke muss entfernt werden, da eine Sanierung nicht mehr möglich sei. Vom ausführenden Büro wurde vorgeschlagen, einen neuen Fußgängersteg zu bauen. Die Kosten hierfür betragen 135 000 Euro.

Für die Sanierung der Nepomuk-Brücke werden 290 000 Euro veranschlagt. Die Frage, ob man den Fußgängersteg aus Holz errichten könnte, bejahte zwar Wolfrum, wies jedoch darauf hin, dass die Lebenszeit einer Holzbrücke bei 20 Jahren liege. Die Folgekosten und der Wartungsaufwand seien dabei nicht berücksichtigt.

Das vorgeschlagene Brücken-Bauwerk hat eine Lebenszeit von 50 Jahren. Bürgermeister Holger Bezold (FW) gab zu bedenken, dass die Nepomuk-Brücke ein ortsbild-prägendes Bauwerk sei. Nach langer Diskussion stimmte der Gemeinderat einstimmig dafür, den Vorschlag des Ingenieurbüros anzunehmen und die Sanierung durchführen zu lassen.


Unverzüglicher Beginn

Es soll unverzüglich mit der Ausschreibung und Angebotseinholung begonnen werden, damit frühestmöglich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Regierung von Oberfranken ist zu beteiligen und in die weitere Umsetzung mit einzubeziehen, um staatliche Zuschüsse zu erhalten. Im Januar möchte man mit der weiteren Planung und im April mit der Baumaßnahme beginnen. Während der Bauzeit muss die Brücke für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die Fertigstellung und Übergabe ist für Dezember 2017 geplant.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigte die Räte ebenso zeitintensiv. Das Planungsbüro Detlef Paul stellte den Vorentwurf zur dritten Änderung des Flächennutzungsplans für das Neubaugebiet "Am Brandbach" vor. Auf dem Gelände mit 4500 Quadratmeter soll ein Wohngebiet entstehen. Das Baugebiet liegt im Hochwasserschutzbereich des 100-jährigen Hochwassers. Der Grundwasserspiegel liegt bei zwei bis drei Metern Tiefe. Deshalb wird bei der Bebauung mit wasser-undurchlässigen Wannen gebaut.

Das Planungsbüro zerstreute Bedenken, dass die Gebäude durch Hochwasser gefährdet seien. Die Brandbach-Auen mit ihrem Auengehölzbestand sind amtlich kartiert und nicht betroffen durch das Wohngebiet. Wie Bürgermeister Bezold erklärte, wurde ein Hochwasser bis zur Hauptstraße hoch noch nicht registriert.

Das Wohngebiet selbst ist dicht bebaut und liegt in der Nähe zur Straße, somit sei ein sicherer Abstand zum Brandbach gewährleistet. Es werden dort nur Eigentumswohnungen gebaut mit Flachdächern, die auf Wunsch des Investors begrünt werden. Durch die Begrünung erhofft man sich als Effekt, Oberflächenwasser zurückzuhalten.

"Übrigens", sagte Bürgermeister Bezold, "wird mit diesem Projekt eine Baulücke geschlossen. Wichtig ist uns allen doch eine Innenentwicklung vor der Außenentwicklung." Letztlich billigte der Gemeinderat den Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan einstimmig.


Zuschuss für den FC Dormitz

Einstimmig gewährten die Räte dem FC Dormitz für das Jahr 2016 einen Übungsleiterzuschuss.

Außerdem beschloss der Gemeinderat, Städtebauförderung für die Sanierung der Brandbach-Brücke und Umgestaltung der Sebalder Straße bei der Regierung von Oberfranken zu beantragen.

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