Einen Pinguin darzustellen, ist nicht so schwer. Davon ist Daniel von der Grundschule Gräfenberg überzeugt. "Man muss einfach so laufen", sagt er, legt die Hände an den Körper und flattert mit den Händen. Unverwechselbar: Das ist ein Pinguin. Daniel hat seine Lektion bei den dritten Schultheatertagen im Landkreis gelernt.
Er war mit seinen Schulkollegen im Workshop der Schauspielerin Heidi Lehnert. In nur drei Stunden hat seine Gruppe ein Ringelnatz-Gedicht pantomimisch umgesetzt. Sehr detailreich. Da wispern und tuscheln die antarktischen Vögel, wie es der Dichter vorgab. Da kommt die Expedition und - ein Schuss fällt. Und keiner hat vergessen, dass er danach über den Pistolenlauf pusten muss.

Nicht nur die Gräfenberger Schüler, auch die Gastgeber aus Hausen, die von der Annaschule und die "Großen" aus Hallerndorf und der Ritter-von-Traitteur-Schule (RvT), insgesamt 85 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren, können viel mit nach Hause nehmen. Die Theaterpädagoginnen Esther Mühlmann vom Markgrafentheater, Sabine Schmidt von Rollewechsel, Eleanora Allerdings und Benjamin Bochmann vom Fränkischen Theatersommer haben sie alle in Improtheater-Techniken und den Ausdrucksmöglichkeiten des Körpers geschult.

Typische Gesten


Wie bewegen sich Leute, die über den Marktplatz kommen? Keine leichte Aufgabe, die Theaterpädagoge Stephan Ignaz Seidl der Theater-AG der Annaschule aus Forchheim gestellt hat. Nur wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, was jeder vorhat: Die Frau mit dem Hund schaut immer wieder nach unten; der Reisende behält die Uhr im Blick und der asiatische Tourist versucht halb verzweifelt mit Händen und Füßen sein Ziel, das Schwimmbad, darzustellen.

Ein bisschen außer der Reihe tanzte die Theater-AG der RvT. Sie steckt mitten in den Proben für ein Musical. "Rocky Holiday" wird am Schuljahresende öffentlich aufgeführt. Da kamen die Ratschläge und Tipps von Mühlmann gerade recht. Die lange Autofahrt durch England darf den Zuschauern ja nicht langweilig werden.