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Ebermannstadt
Heimatmuseum

Mehr Platz für Ebermannstadter Stadtgeschichte

Der Museumsbeirat hat beim Stadtrat Ebermannstadt Umbauarbeiten beantragt. Es sollen zusätzliche Räume geschaffen werden.
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Die Stadtgeschichte des 19. und 20 Jahrhunderts ist derzeit auf dem Gang untergebracht. Foto: Josef Hofbauer
Die Stadtgeschichte des 19. und 20 Jahrhunderts ist derzeit auf dem Gang untergebracht. Foto: Josef Hofbauer
Das 1923 gegründete Ebermannstadter Heimatmuseum ist ein Schmuckkästchen. "Im Verhältnis zur Qualität dieser Einrichtungen sind die finanziellen Aufwendungen dafür sehr sehr überschaubar", räumte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) in der jüngsten Stadtratssitzung ein.

Dabei erinnerte Museumsleiter Manfred Franze, dass das 2009 vom Stadtrat beschlossene Nutzungskonzept immer noch nicht vollständig umgesetzt sei. Kleinere Umbauarbeiten seien notwendig.


Platz schaffen

Die in Zusammenarbeit mit Isabel Reindl von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen erarbeiteten Vorschläge sehen vor, dass der Eingang verlegt wird. Derzeit ist das im ersten Stock des Bürgerhauses untergebrachte Museum nur über einen Seiteneingang zu erreichen.

Dann könnte die Kassentheke im Erdgeschoss untergebracht werden. Das schafft schon mal ein wenig Platz. Weiteren Raumgewinn verspricht sich der Museumsbeirat von einer Schließung der Toiletten im ersten Stock. Sie seien verzichtbar, weil im Erdgeschoss Toiletten vorhanden seien, argumentierte Franze.


Gebietsreform dokumentieren

Ein Wunsch des Museumsbeirates sei es auch, im Erdgeschoss Räumlichkeiten für Sonderausstellungen zu schaffen. Derzeit werden für die zwei Sonderschauen, die alljährlich gezeigt werden, die Räumlichkeiten der ehemaligen Bibliothek des Fränkische-Schweiz-Vereins genutzt. Diese Räume würden dann frei, um Aspekte der Stadtgeschichte zeigen zu können, für die bisher wenig bis gar kein Platz zur Verfügung stand. So würde Manfred Franze der Stadtgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, die bisher im Flur untergebracht ist, mehr Raum geben.

Wünschenswert, verdeutlicht Manfred Franze, sei ein Raum für die Geschichte der in der Gebietsreform eingemeindeten Stadtteile. In einem weiteren Zimmer sollte nach Überzeugung des Museumsbeirates und der Landesstelle für nichtstaatliche Museums, eine Service-Einrichtung des Freistaates, die Hochwasserfreilegung und Altstadtsanierung dokumentiert werden.


Raum für Kultur

Der Museumsbeirat, der diese Vorschläge im März einstimmig verabschiedet hatte, wies auch darauf hin, dass die zu schaffenden neuen Räume für Sonderausstellungen im Erdgeschoss nicht ständig belegt seien. Dann könnten sie auch für die Arbeit mit Schulklassen oder Gruppen beziehungsweise für kulturelle oder musikalische Veranstaltungen genutzt werden.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Museumsleiter daran, dass die Mitglieder des Museumsbeirates völlig unentgeltlich arbeiten und jeder Cent aus den Eintrittsgeldern und Spenden der Stadtkasse zufließen. Im Übrigen sei jeder zur Mitarbeit im Museumsbeirat eingeladen.

Vor allem für die Öffnungszeiten des Museums - mittwochs 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr - würden dringend Aufsichtspersonen gesucht, um die Freiwilligen zu entlasten. Der Ebermannstadter Stadtrat nahm diese Ausführungen erst einmal zur Kenntnis.