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Gößweinstein
Fasching

Lustig ist das Gößweinsteiner Gemeindeleben

Der Gößweinsteiner Frauenbund spießt in seinen Sketchen die jüngsten Entwicklungen in dem Luftkurort ironisch auf. Beim großen Finale gibt sich ein noch großer Schlagerstar die Ehre.
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Die Gößweinsteiner Frauen haben sich für ihren Fasching in schillernd-bunte Gewänder geworden. Fotos: Weichert
Die Gößweinsteiner Frauen haben sich für ihren Fasching in schillernd-bunte Gewänder geworden. Fotos: Weichert
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Die ersten Gäste harrten schon zwei Stunden vor Saalöffnung aus und kamen teilweise aus bis zu 40 Kilometer entfernten Orten. Alles, nur um ja auch dabei zu sein, beim Fasching des Frauenbunds im Gößweinsteiner Pfarrzentrum. Den Auftakt des närrischen Treibens bestritten die Frauen in bunt-schillernden Kostümen. Als sogenannte Zigeunerinnen sangen sie das Lied "Lustig ist das Gemeindeleben."
Dem stimmungsvollen Auftakt folgten drei Sketche unter den Titeln "Was die Frisur einer Frau am Morgen verrät", "Eine sonderbare Krankheit" und "Navi". Einer der Höhepunkte war sicherlich wieder das Gößmastaner Gschmarri, diesmal verpackt in eine Weinprobe mit Rosi Heinlein, Rosel Brendel und Hedwig Singer. Dabei wurde vor allem die Kommunalpolitik aufs Korn genommen.


Der Pfarrer steht am Zoll

Die drei Damen stellten fest, dass aus Gößweinstein langsam ein Ruinenort wird. Alte Schule, Jugendherberge, alter Kindergarten und jetzt auch noch das Hallenbad und wenn man noch das Rathaus und das Pfarrhaus betrachtet hat man die schlimmsten Befürchtungen.
Für den Hauptort der Gemeinde sei dagegen kaum mehr Geld vorhanden, weil alles in die "Kulturwerkstatt", so hatten sie das Kreativzentrum Morschreuth umgetauft, fließe.
Zum Abschluss der Weinprobe stellten die drei Frauen fest, dass sie alle doch etwas zugenommen haben. Sie sind glücklich darüber, da ein Münchner Professor festgestellt hat, dass eine Frau, die über 50 ist, nicht dicker wird, sie entweder krank oder böse ist. Und außerdem habe man mit ein paar Pfund mehr gleichbedeutend mehr "erotische Nutzfläche". Der nächste Sketch trug den Namen "Check-in in New York".
Eine Passagierin bat dabei einen Priester, für sie einen Damenrasierer durch den Zoll zu schmuggeln - was auch klappte, ohne dass der Geistliche lügen musste.

Ist das etwa Andrea Berg?

Das große Finale hatte es dann nochmals in sich: Maria Neuner schlüpfte in die Rolle von Schlagersängerin Andrea Berg und gab den "Ein Schiff wird kommen" zum Besten.

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