Leutenbach
Haushalt

Leutenbach baut Schulden komplett ab

Die Gemeinde verschafft sich finanziell Luft. Der VG-Kämmerer tritt allerdings etwas auf die Euphoriebremse.
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Leutenbachs Bürgermeister Florian KraftFoto: FT
Leutenbachs Bürgermeister Florian KraftFoto: FT
Das wahrscheinlich Schönste verbarg sich ganz am Ende des Haushaltsberichts: Leutenbach mit seinen 1676 Einwohnern ist seit Mai des vergangenen Jahres schuldenfrei. Dieses kann nach der Einschätzung von Kämmerer Bastian Holzschuh so auch bleiben, wenn die Gemeinde rechtzeitig eine zukunftsorientierte und vorausschauende Finanzpolitik einschlage. In diesem Sinne ist vielleicht auch schon zu verstehen, dass in Leutenbach keine weitere größeren Investitionen für die nächsten Jahre geplant sind.

Mit 12:0 Stimmen

Keine Kreditaufnahme, keine Verpflichtungsermächtigungen, dafür aber ein Rechnungsergebnis aus dem letzten Haushaltsjahr mit einem Überschuss von 448 100 Euro sowie eine ansehnliche Zuführung an den Vermögenshaushalt von 270 000 Euro - kein Wunder, dass der Leutenbacher Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Florian Kraft (FW) trotz
sinkender Einnahmen im Verwaltungshaushalt in seiner jüngsten Sitzung ohne viel Aufhebens seinen Haushaltsplan für 2015 mit 12:0 Stimmen verabschiedete. Allerdings trat der Kirchehrenbacher VG-Kämmerer Bastian Holzschuh trotzdem etwas auf die Euphoriebremse, als er bei der Erläuterung des von ihm entworfenen Zahlenwerks auf einen Rückgang der Ertragslage im Verwaltungshaushalt mit seinen aktuell 2,35 Millionen Euro um rund 165 000 Euro hinwies.

Steigende Personalausgaben

Diese Entwicklung sei allerdings alleine schon einem Minus bei der Gewerbesteuer von 100 000 Euro und bei den Schlüsselzuweisungen von 43 100 Euro geschuldet.

Allerdings stehen den Mehreinnahmen von 17 000 Euro bei der Kita-Förderung und von noch einmal 4000 Euro bei den Mitteln für den Straßenunterhalt spürbare Mehrausgaben entgegen: beispielsweise bei der Kreisumlage in Höhe von 129 500 Euro oder beim Straßen-, Kanalnetz- und Gebäudeunterhalt für das alte Schulhaus in Höhe von 86 900 Euro. Auch die Personalausgaben sind gestiegen: um 26 000 Euro auf 256 000 Euro. Auch deshalb musste laut Holzschuh die ursprünglich mit 700 000 Euro vorgesehene Zuführung an den Vermögenshaushalt auf 270 000 Euro reduziert werden.

Der Leutenbacher Vermögensetat mit seinen 1,47 Millionen Euro sieht an Investitionen eine Million Euro für den Breitbandausbau, 85 100 Euro für die restliche Abwicklung der Ultrafiltrationsanlage mit Gebäudeneubau und für ein Gewässerentwicklungskonzept weitere 75 000 Euro vor.


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