Forchheim
Sommerfest

Lebenshilfe macht Forchheim gerechter

Seit 50 Jahren setzt sich der Verein für behinderte Kinder ein. Bei der Geburtstagsparty zollten OB und Landrat der Lebenshilfe Respekt.
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Ein Festzug erwies der Lebenshilfe die Ehre.
Ein Festzug erwies der Lebenshilfe die Ehre.
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Ab 11 Uhr feierte die Lebenshilfe Forchheim ihr 41. Sommerfest auf dem Lebenshilfe-Spielplatz am John-F.-Kennedy-Ring. Im Laufe des Tages besuchten mehr als 2000 Gäste den Spielplatz. Auf dem Sommerfest wurde das 50-jährige Bestehen der Lebenshilfe gefeiert und die neuen Spielgeräte, darunter ein Baumhaus mit einem drei Meter hohen Mast, wurden eingeweiht.

Der Deutsche Alpenverein spendete 500 Euro für die Erstausstattung einer integrativen Kindergartengruppe, die ab September dieses Jahres bestehen wird. Sie bietet Platz für 15 Kinder ab drei Jahren, davon fünf mit besonderem Förderbedarf. Die Kindergartengruppe ist die Fortführung der erfolgreichen Kinderkrippe "Kids vom Ring" für Kinder unter drei Jahren.

Zum 50. Jubiläum gehört auch eine Torte.
Die mächtige Sahnetorte mit Marzipanüberzug wurde in einem Festakt von Landrat Hermann Ulm (CSU) und Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) gemeinsam angeschnitten im Beisein der Elternbeiratsvorsitzenden der Lebenshilfe Werkstatt, Marianne Gast-Gehring. Der Verein Lebenshilfe e.V. wurde im April 1966 in Forchheim gegründet. Behinderte Kinder wurden damals nicht in normale Schulen und Kindergärten aufgenommen.
Aus der Sorge betroffener Eltern, keine angemessene Förderung ihrer Kinder erhalten zu können, entwickelte sich die Elternvereinigung Lebenshilfe e.V. in Forchheim nach dem Vorbild des Gründers der "Lebenshilfe", Tom Mutters.


Über 1000 Menschen gefördert

Im Nebengebäude des Alten Landratsamtes fanden anfänglich 18 Kinder eine erste Bleibe. Eine kleine Tagesstätte, die von einer Kindergärtnerin und einer Hilfskraft versorgt wurde, entstand.

Im Jahr 1979 wurden die neuen Gebäude am Kennedy-Ring bezogen. Der Verein Lebenshilfe hatte ein modernes Behindertenzentrum mit Frühförderung, Schule, Tagesstätte, Werkstatt und Verwaltung geschaffen. Im Jubiläumsjahr 2016 fördert und betreut die Lebenshilfe über 1000 Menschen und unterhält zahlreiche Einrichtungen der Behindertenhilfe. Ein in die Natur eingebetteter Punkt der Begegnung zwischen Behinderten und Nichtbehinderten ist der großzügig angelegte Spielplatz hinter dem Behindertenzentrum, der seit 1994 als Kooperation zwischen dem Verein Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V. und der Stadt Forchheim betrieben wird.

Der Vorsitzende des Vereins, Rolf-Christian Platzek, der neben dem Oberbürgermeister und dem Landrat auch Bürgermeister Franz Streit (CSU) begrüßte, freute sich, dass der Spielplatz, der in einigen Abschnitten seit September 2015 geschlossen war, wieder für alle zugänglich ist.

Platzek unterstrich: "Der Lebenshilfe-Spielplatz ist der schönste der Stadt, er ist der am meisten besuchte Spielplatz und er unterstützt die Integration zwischen Behinderten und Nichtbehinderten." Die Stadt Forchheim hat zum Lebenshilfe-Spielplatz heuer 69 000 Euro beigetragen, wovon 35 000 Euro auf die Seilbahn, die Schaukel, die Ruhebänke, das Federgerät und Ersatzteile entfallen. Im Jahr 1993 wurde der Spielplatz offiziell eingeweiht.
Die "Aktion Sorgenkind" übernahm damals 200 000 DM der entstandenen Kosten. 2002 wurde der Spielplatz renoviert.

Die Kinder standen auch im Fokus des diesjährigen Sommerfestes An verschiedenen Ständen auf dem Sportfeld konnten sie Riesenseifenblasen platzen lassen, Papierhüte basteln, Handbälle werfen und in der Hüpfburg hüpfen. Der Musik_ und Trachtenverein Igensdorf führte einen Tanz auf ebenso wie der Fosanochtsverein "Heroldsbacher Narren" e.V. einen Gardetanz.
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