Am Dienstag kurz vor Mitternacht wollte der Kapitän eines 135 Meter langen, mit 210 Personen besetzten Fahrgastkabinenschiffes auf der Fahrt in Richtung Budapest in die Schleusenkammer von Forchheim einfahren. Dabei unterschätzte er die Durchfahrtshöhe der Straßenbrücke unmittelbar vor der Schleuseneinfahrt und blieb mit dem Steuerhaus am Unterbau der Brücke hängen.

Das gesamte Steuerhausdach mit Streben, Glas und einigen nautischen Geräten wurde nach hinten weggerissen und beschädigte dadurch weitere Aufbauteile des Luxusschiffes. Die Wasserschutzpolizei stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass eindeutig menschliches Versagen ursächlich war. Der Kapitän, der das Schiff vom Außenfahrstand aus steuerte, hatte das Steuerhaus nicht weit genug nach unten gesenkt.

Zum Glück wurde niemand verletzt - die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Von der Polizei und Vertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes wurde die Weiterfahrt vorerst untersagt. Mit einem Kranwagen musste das beschädigte Dach abgehoben werden, um das Schiff wenigstens notdürftig reparieren zu können. Die Passagiere wurden zu ihrer Stadtbesichtigung in Nürnberg mit Bussen abgeholt. Am Schiff entstand ein Schaden von weit über 20.000 Euro - die Lager der Brücke werden noch überprüft. pol