Morschreuth

Kreativzentrum Morschreuth wächst mit viel Eigenleistung

Mit dem Richtfest in Morschreuth wird der Baufortschritt deutlich. Der Dorfgemeinschaftsraum und das Feuerwehrgerätehaus werden unter einem Dach sein. Bis dahin stehen insgesamt bis zu 8000 freiwillige Arbeitsstunden an.
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Der Rohbau des neuen Kreativzentrums Morschreuth mit integriertem Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftsraum steht. Fotos: Thomas Weichert
Der Rohbau des neuen Kreativzentrums Morschreuth mit integriertem Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftsraum steht. Fotos: Thomas Weichert
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Seit 20 Jahren war es ein Wunsch der Morschreuther Dorfgemeinschaft, dass die frühere Malschule und das heutige Kreativzentrum ein neues Heim bekommt. Immer wieder scheiterte dies in der Vergangenheit an der Finanzierung. Nun war es so weit: Der Rohbau steht. Für das neue Kreativzentrum Morschreuth mit integriertem Dorfgemeinschaftsraum und Feuerwehrgrätehaus wurde Richtfest gefeiert.
"Ein Richtfest ist immer ein erhebendes Gefühl", sagte der Gößweinsteiner Bürgermeister Georg Lang (CSU), der zahlreiche Gäste aus Politik und den Architekt Gerhard Wittmann begrüßte. Vor allem dankte Lang den Morschreuthern für ihr Engagement und die Eigenleistung, ohne die der Bau des 25,5 Meter mal 12,5 Meter großen Gebäudes nicht möglich gewesen wäre.
Die Gesamtbaukosten werden auf rund 450 000 Euro geschätzt.


Aktive Rentnerbautruppe


Bisher haben die Morschreuther, vor allem eine sehr aktive Rentnerbautruppe, 2500 Arbeitsstunden erbracht. Insgesamt werden dies laut Ortsprecher Hans Heckel bis zur Fertigstellung im Sommer nächsten Jahres 6000 bis 8000 Stunden an Eigenleistung werden.
Alle Morschreuther Vereine - die Jugendgruppe, die Feuerwehr, die Soldatenkameradschaft, der Fränkische-Schweiz-Verein, der FC-Bayern-Stammtisch und die Dorfgemeinschaft - geben zudem 50 000 Euro aus ihrem Vereinsvermögen hinzu. Ein eigens gegründeter Trägerverein wird dann auch die Unterhaltskosten des Gebäudes übernehmen.
"Es war notwendig, dass viele Köpfe und Hände zusammenhelfen", sagte Lang, der besonders das Engagement von Hans Heckel hervorhob. "Weil die Morschreuther ihr Haus selbst bauen, hat es eine gute Seele", meinte Michael Hofmann vom Amt für Landwirtschaft und Forsten. Wie Hofmann betonte, sei dies ein ganz hervorragendes Leader-Projekt für ganz Oberfranken. "Es wird eine moderne Bildungsstätte mit Morschreuther Geist", war sich Hofmann sicher.
Der Forchheimer Landrat Reinhardt Glauber (FW) zollte den Morschreuthern Respekt und Anerkennung für deren Eigenleistungen. "Wenn Sie es mit der Einweihung bis zum Ende meiner Amtszeit am 30. April schaffen, spendiere ich ein großes Fass Bier", versprach Glauber.


Ein sportlicher Zeitrahmen


Hans Heckel meinte, dass dies wohl ein "sehr sportlicher Zeitrahmen" sein werde. Er geht davon aus, dass das Haus wohl im Juli eingeweiht werden kann. Architekt Wittmann gab als Zeitrahmen dafür spätestens September nächsten Jahres vor.
Insgesamt ist, wenn alles fertig ist mit der Einrichtung, mit rund 750 00 Euro Kosten zu rechnen. Beim Markt Gößweinstein verbliebt davon noch ein Zuschussbetrag in Höhe von 225 132 Euro. Fördergelder gibt es aus mehreren Töpfen. Auch der Landkreis Forchheim beteiligt sich wegen der Volkshochschule daran. Zudem gibt es vom Freistaat eine Stellplatzförderung in Höhe von 45 000 Euro für den Feuerwehr-Gebäudeteil. Auch das neue Feuerwehrauto für die Feuerwehr Morschreuth befinde sich bereits im Bau, sagte Bürgermeister Lang. Den Richtspruch hielt Zimmermeister Matthias Distler. Danach ging es in den neuen Raum des Kreativzentrums mit Haxen aus dem Holzbackofen und frischen Küchla.

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