Weißenohe
Umbau

Kloster Weißenohe: Nöth erhöht öffentlichen Druck

Ob der Plan von der Chorakademie im Kloster Weißenohe Realität wird, steht weiter in den Sternen. Der Förderverein um seinen Vorsitzenden Eduard Nöth hat sich jetzt der Unterstützung der Regierung versichern wollen.
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Vertreter von Regierung und Landratsamt beim Ortstermin am Kloster Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Vertreter von Regierung und Landratsamt beim Ortstermin am Kloster Weißenohe Foto: Petra Malbrich
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Die Regierung von Oberfranken hat das Kloster in Weißenohe. Dort soll nach dem Willen eines Vereins einmal eine Chorakademie Platz finden. "Es kann nicht ewig so bleiben. Es muss eine Lösung zustandekommen", sagten die Befürworter der Chorakademie. Regierungspräsident Wilhelm Wenning (CSU) stimmte dem zu. "Ein Leerstand kann keine Lösung sein", sagte Herbert Meier, der Geschäftsführer der Chorakademie.

Und Eduard Nöth, Vorsitzender des Förderkreises der Chorakademie, wünschte sich, dass die Regierung noch in diesem Sommer ihr Ja zur Chorakademie in Weißenohe geben sollte.

Parallel zum Kloster

Bei einem abschließenden Gespräch saßen der Regierungspräsident, die Abteilungsleiter der Regierung von Oberfranken, Landrat Hermann Ulm (CSU) und die Abteilungsleiter des Landratsamts im Biergarten der Klosterbrauerei zusammen. Die Bierfilzchen ziert das historische Gebäude des gesamten Klosters: die Kirche, das Kloster, in dem die Chorakademie untergebracht werden soll und zwei weitere Bauten: eine längs und eine parallel zum Kloster angebracht. Nur sind diese beiden Bauten nicht mehr vorhanden.

Förderung von 20 Prozent

Mit einem Neubau will man den länglichen Bau wiederherstellen. Modern, aber in das historische Bild eingeordnet, um damit dem historischen Gebäude einen Schritt näher zu kommen. Der Neubau, der einmal das Bettenhaus werden soll, wurde aus Sicherheitsgründen notwendig.

In erster Linie sollen dort die Chöre untergebracht werden, aber auch die Gäste der Unterstützer, der Uni Nürnberg-Erlangen, des Max-Planck-Instituts und der Tourismusakademie. "Wir wollen einfach grünes Licht", sagt Eduard Nöth. Um einen Termin bei Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bemüht sich deshalb auch Regierungspräsident Wenning.

Im Kloster selbst soll nur noch der Schulungs- und Seminarbetrieb stattfinden. Die Investitionskosten beziffern die Verantwortlichen auf sieben Millionen Euro. Störende Einbauten in dem Kloster sollen zurückgebaut, die ursprünglich geplante Übernachtung herausgenommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten im Dachgeschoss sind aus Brandschutzgründen nicht tragbar.

1753 Mitgliedschöre

Deshalb müssten ungefähr zwei Millionen Euro in das Bettenhaus investiert werden. Um die laufenden Betriebskosten zu decken, gibt es bereits ein Konzept. Laut Nöth müsste der eigens dafür gegründete Förderverein jährlich 24 000 Euro zufließen lassen. Rein rechnerisch wären dies 400 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro. "Wir brauchen noch 9000 Euro, also 150 Mitglieder. Bei 1753 Mitgliedschören des Fränkischen Sängerbunds wird es möglich sein, dieses fehlende Geld zu erhalten", gab sich Nöth zuversichtlich. "Mit diesem Besuch ging es uns darum, den Entscheidungsprozess zu beschleunigen", sagte Nöth.

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