Forchheim
Abschied

Klinikchef Reinhard Hautmann tritt in Ruhestand

Erst vergangene Woche erklärte Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WuO) seinen Rücktritt - jetzt will auch Reinhard Hautmann nach 40 jähriger Tätigkeit als geschäftsführender Direktor des Klinikums seinen Chefsessel räumen und mit 71 (!) in den Ruhestand treten.
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Reinhard Hautmann legt bald seine Geschäftsführung im Klinikum zu den Akten.  Foto: Mike Wuttke
Reinhard Hautmann legt bald seine Geschäftsführung im Klinikum zu den Akten. Foto: Mike Wuttke
Dass der Klinikchef, wie sein Dienstherr Stumpf, zum 31. März ausscheidet, klingt überraschend - ist es aber genauer betrachtet nicht. Denn nach seiner Wiederwahl 2014 hatte der OB dem mit ihm auch freundschaftlich verbundenen Hautmann eines ans Herz gelegt: "Du musst mir versprechen, dass wir miteinander gehen".
Und das Wort gilt: "Wenn ein Hautmann einmal Ja sagt, dann bleibt es beim Ja", betont der Klinikchef im Gespräch mit unserer Zeitung. Dabei gesteht er aber auch ein: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen".


Meister der schwarzen Zahlen

Am 1. September 1975 war Reinhard Hautmann das Amt des Geschäftsführers übertragen worden - und seit 40 Jahren sind die Bilanzen positiv. Hautmann ist damit als "Meister der schwarzen Zahlen" schon jetzt zur Legende geworden.
Als die wichtigsten Punkte in seiner Amtszeit nennt Hautmann drei Dinge: "Bauen, bauen, bauen".
Meilensteine seiner Laufbahn bilden die Interimsmaßnahmen und er Umbau des alten Krankenhauses sowie der Neubau am neuen Standort. Am 21. Juni 2006 ist der Umzug ins neue Klinikum an nur einem Wochenende "gewuppt" worden. "Das war eine logistische Meisterleistung", staunt Hautmann noch heute. Letztes Bauprojekt war das Gesundheitszentrum beim Klinikum , das im vergangenen Jahr eröffnet wurde.
Zählt man alle Projekte zusammen kommt man auf 100 Millionen Euro Gesamtbaukoten - "und alles ist unter dem Ansatz geblieben", vermerkt Reinhard Hautmann nicht ohne Stolz.


"Werte glaubhaft vermittelt"

Höchste Anerkennung fand Hautmanns Wirken zuletzt bei der Prüfung der (natürlich positiven) Bilanz 2014. Die Wirtschaftsprüfer Rödl & Partner bescheinigten ihm "hohe Sensibilität im Unternehmen" und "Werte glaubhaft zu vermitteln", weil Hautmann Vorbild für alle Mitarbeiter sei.
Die Messlatte für seinen Nachfolger wird also hoch sein. Hautmann ist bereits vom OB beauftragt worden, die Stelle bundesweit auszuschreiben. "Dann schauen wir mal, was geschieht", meint Reinhard Hautmann gelassen.
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