Endlich. Der Frühling steht vor der Tür. Mit ihm erwachen aber nicht nur die sprichwörtlichen Frühlingsgefühle, sondern auch Grasfrösche, Bergmolche, Teichmolche, Erdkröten, sind erwacht. Vor diesem Hintergrund hat der Bautrupp des Straßenbauamtes Landkreis Forchheim jetzt einen Amphibienschutzzaun zwischen Kirchehrenbach und Leutenbach aufgebaut. Dies schreibt der Bund Naturschutz (BN) in einer Pressemitteilung.
Schon beim Aufbau des Zaunes haben die Arbeiter um ihren Kapo Andreas Dittrich die ersten Erdkröten und vor allen Dingen Molche entdeckt. Das reichlich schmuddelige Wetter der zurückliegenden Tage, mit Regen und Temperaturen um die zehn Grad waren ideal für die Laichwanderung der Amphibien. Dabei wandern die Tiere zu jenen Weihern und Wasserlöchern, an denen sie selbst geboren worden sind. Die Männer lassen sich dorthin im Übrigen tragen, um dann für den Nachwuchs zu sorgen.
Gemeinsam mit einigen Helfern aus Kirchehrenbach, Mittelehrenbach, Kunreuth und Forchheim bemühen sich die BN-Mitglieder in diesen Tagen besonders, möglichst viele Amphibien davor zu schützen, im Straßenverkehr unter die Räder zu kommen. "Bis Mitte Mai haben sich 22 Helfer bereit erklärt, täglich in den Morgen- und Abendstunden die Kröten und Molche aus den eingebuddelten Eimern einzusammeln und an das BN-Laichgewässer oder dem Rumplerweiher zu tragen", freut sich Annette Grün vom BN.

10 234 gerettete Amphibien


Zwischen Kirchehrenbach und Leutenbach wurden 2011 insgesamt 10 234 Amphibien vor den Straßentod gerettet.
Annette Grün aus Mittelehrenbach koordiniert die Rettungsaktion in diesem Abend und macht deshalb auch täglich ihre Kontrollgänge. Sie bedankte sich auch beim Bautrupp des Straßenbauamtes des Landkreises Forchheim, dass sie jetzt den Aufbau des Krötenzaunes auf der Länge von 1400 Metern abgeschlossen hat.
Ferner bedankte sich BN-Vorsitzender Heinrich Kattenbeck beim Landratsamts auch dafür, in diesem Bereich die Geschwindigkeitsbeschränkungen von 70 und 50 km/h mit Schildern zu regeln.