Forchheim
Arbeitsmarkt

Jugend startet ins Berufsleben

Viele junge Forchheimer beginnen einen neuen Lebensabschnitt und treten den ersten Tag an ihrer neuen Ausbildungsstelle an.
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Maurer und Zimmermänner verdienen besonders gut im Vergleich zu anderen Handwerksberufen. Foto: Archiv, Britta Pedersen
Maurer und Zimmermänner verdienen besonders gut im Vergleich zu anderen Handwerksberufen. Foto: Archiv, Britta Pedersen
Für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist am Donnerstag der erste Tag im neuen Betrieb und die Ausbildung beginnt. Im Landkreis Forchheim hat die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken 253 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse verzeichnet. Kreishandwerksmeister Werner Oppel spricht von einem Zuwachs an Ausbildungsverträgen von neun Prozent: "Wir können uns freuen, den Abwärtstrend der letzten Jahre gestoppt zu haben." Die besten Perspektiven für Auszubildende sieht Oppel im Elektro- oder im Ingenieurswesen, wie auch im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Zu den bestbezahlten Berufen gehören nach wie vor Maurer und Zimmerer. Auch die Chancen nach der Berufsausbildung stehen gut: "Wer ausgelernt hat, wird in den meisten Fällen auch übernommen. Die Betriebe suchen alle händeringend nach Fachkräften und behalten ihre Ausgebildeten in der Regel."

Matthias Klar, Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit, sieht gute Möglichkeiten für die Forchheimer Jugend, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz fündig zu werden. "Die Situation ändert sich, denn der Ausbildungsmarkt wandelt sich zum Bewerbermarkt. Auf 100 ausbildungssuchende Jugendliche kommen 223 unbesetzte Berufsausbildungsstellen." Auch Bewerber, die nicht mit guten Noten im Abschlusszeugnis punkten könnten, würden einen Platz finden. Viele Betriebe bieten Praktika an, um die Bewerber besser kennenzulernen und setzen mehr auf beruflich relevante Fertigkeiten, als auf Schulnoten.


Es ist noch nichts verloren

Matthias Klar appelliert außerdem an alle, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, jetzt nicht die Flinte ins Korn zu werfen. "Wer jetzt noch auf der Suche ist, sollte sich bei der Berufsberatung melden. Wir starten gemeinsam mit den Kammern eine Nachvermittlungsaktion, denn viele Betriebe stellen auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. September noch ein. Manchmal unterschreiben Jugendliche versehentlich mehrere Ausbildungsverträge oder stellen im Nachhinein fest, dass es ihnen nicht gefällt. Dann werden wieder Plätze frei."

Werner Oppel ist sich ebenfalls sicher, dass es auch jetzt in Forchheim noch ausreichend freie Lehrstellen gebe. "Vielleicht ist es nicht gerade der Lieblingsberuf, aber es sind auf jeden Fall noch Plätze da." Ab dem nächsten Jahr sollen auch Flüchtlinge und Asylbewerber in den Forchheimer Arbeitsmarkt integriert werden. Oppel meint: "Momentan haben viele noch Probleme mit der Sprache, aber die Betriebe sind auf jeden Fall bereit, Flüchtlinge einzustellen."

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