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Forchheim
Sanierung

In der Tiefgarage Forchheim fliegen die Funken

Seit einigen Tagen ist eine Abrissfirma mit der Demontage der Gebäudetechnik unter dem Paradeplatz beschäftigt.
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Ein Feuerwerk entfacht die Flex beim Zerschneiden der Lüftungsrohre.  Fotos: Andreas Oswald
Ein Feuerwerk entfacht die Flex beim Zerschneiden der Lüftungsrohre. Fotos: Andreas Oswald
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Aus dem Schlund der Tiefgarage zieht ein beißender Brandgeruch und höllischer Lärm hallt aus den leeren Parkdecks. Eine Abrissfirma ist gerade damit beschäftigt die gesamte Gebäudetechnik zu demontieren, um Platz zu schaffen für die Betonsanierung.

1983 war die Parkgarage unter dem Paradeplatz eröffnet worden. Nach einer Zwischensanierung des Oberflächenschutzsystems im Jahre 1996 ist nun die Generalerneuerung fällig. Das Projekt leitet Frank Zitzelsberger von den Forchheimer Stadtwerken, die die Tiefgarage betreiben.
Seit eineinhalb Wochen sind die Arbeiter dabei, sämtliche Teile der Lüftungs- und Sprinkleranlage zu demontieren, die Kassenautomaten samt Schranken abzubauen - kurzum: alles muss bis zum 18. April raus. Danach beginnt das Generalunternehmen mit der Betonsanierung.

Soweit wie möglich sollen die Arbeiten in den beiden Parkdecks parallel verlaufen, erklärt Frank Zitzelsberger. "Man kann sich die Arbeiten vorstellen, wie bei einer Karies-Zahnsanierung.". Zuerst werde der Oberflächenschutz abgefräst. Danach werde die Betonschicht auf den beiden Bodenplatten mit einem Höchstdruck-Wasserstrahl um zehn Zentimeter abgetragen. Anschließend erfolge die Nachbewehrung der zerstörten Schicht und die Wiederaufbetonierung. Am Ende werde ein neues Oberflächenschutz-System aufgebracht, das dem neuesten Stand der Technik entspreche.

Bei einer solchen Gesamtsanierung gehe man heutzutage von einer Haltbarkeitsdauer von 30 bis 50 Jahren aus, erklärt Zitzelsberger - wobei natürlich zwischendurch immer wieder Verschleiß-Schäden ausgebessert werden müssten.


Per Aufzug bequem zum Auto

Die Kosten der Betonsanierung sind mit vier Millionen Euro veranschlagt. Auch die komplette Haustechnik soll erneuert werden - dies umfasst die Beleuchtung, die Lüftung, die Brandmeldung und einiges mehr. Wenn die Tiefgarage planmäßig im Mai 2017 wieder in Betrieb genommen wird, dann wird man die Parkdecks auch bequem per Aufzug erreichen können. Der Lift soll am Zugang Fußgängerzone (Ecke Sport Wolf ) installiert werden.


Breitere Familienparkplätze

Was die engen Parkbuchten betrifft, wird es nur bedingt Erleichterungen geben. So sind einige breitere Familienparkplätze geplant, die das Einsteigen mit Kindern bequemer machen sollen. In der gesamten Tiefgarage ließen sich die Parkbuchten allerdings nicht vergrößern, erklärt Frank Zitzelsberger. Die Breite sei durch das Stützenraster vorgegeben - die Buchten ließen sich nicht vergrößern, weil dann zu viel Parkraum verloren ginge. "Wir können auf 50 Parkplätze nicht verzichten ", erklärt Frank Zitzelsberger.