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Forchheim
Mauerfall

In Waischenfeld sollte 1989 ein DDR-Aussiedlerdorf entstehen

Wie haben Sie vom Mauerfall erfahren? Was haben Sie am 9. November 1989 gemacht? Sicherlich erinnern Sie sich daran. Aber wissen Sie auch noch, was "vor der Haustüre" alles passiert ist?
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Archivbild: dpa
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Wie haben Sie vom Mauerfall erfahren? Was haben Sie am 9. November 1989 gemacht? Sicherlich erinnern Sie sich daran. Aber wissen Sie auch noch, was "vor der Haustüre" alles passiert ist? Zum Beispiel stand die Errichtung eines DDR-Aussiedlerdorfs auf der Agenda. Der Fränkische Tag schrieb am 9. November 1989 im Lokalteil über die Stadtratssitzung in Waischenfeld. Dort wurde nämlich genau über die Einrichtung eines solchen Dorfes debattiert. Wir wissen heute, dass es dazu nicht gekommen ist.

Damals jedoch war es ein heißes Thema. Eingebracht hatte den Lageplan für die Flüchtlingssiedlung die Ferienpark-GmbH mit einer Kostenrechnung von 240 Millionen Mark! Die Pläne waren allerdings nicht ausgereift, es gab Probleme der Bauleitplanung, der Entwässerung und in Grundstücksfragen.
Vertragt wurde die Entscheidung über das Aussiedlerdorf wegen den noch offenen Fragen und weil der damalige Bürgermeister Hans Schweßinger (CSU) auf die politische Umbruchsituation in der DDR hinwies. Bis zur nächsten Sitzung war dann die Mauer gefallen - und das Projekt passé.

Außerdem stand im FT, dass Milada Weber ihre jüngsten Werke in der Sparkasse ausstellte, dass die Stadtmeisterschaften aller Forchheimer Vereine im Schießen ausgetragen wurden und dass in Effeltrich die Faschingsdämmerung bevorstand.

Die Poppendorfer veranstalteten einen Dorfabend mit dem Einakter "Die Liebesfalle" und der Spielplan für die Hallenfußball-Kreismeisterschaften wurde veröffentlicht. Es war also auch bei uns einiges los.
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