Ebermannstadt

In Ebermannstadt geht nicht nur der Fasching, sondern auch seine wichtigsten Repräsentanten

Am Dienstag endete in Ebermannstadt nicht nur die Herrschaft der Narren. Nach Sitzungspräsident Gerhard Fickert kündigt nun auch Elferratspräsident Horst Kiolbassaha seinen Rückzug an.
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Wohl oder übel musste Horst Kiolbassaha (l.) den Schlüssel der Stadt wieder an Bürgermeister Franz Josef Kraus (m.) übergeben. Gerhard Fickert machte derweil gute Miene zum bösen Spiel. Foto: fra-press
Wohl oder übel musste Horst Kiolbassaha (l.) den Schlüssel der Stadt wieder an Bürgermeister Franz Josef Kraus (m.) übergeben. Gerhard Fickert machte derweil gute Miene zum bösen Spiel. Foto: fra-press
So etwas wie Wehmut hat sich am Faschingsdienstag um Punkt 11.11 Uhr im großen Rathaussaal breit gemacht. Unter den Augen von Sitzungspräsident Gerhard Fickert und seiner großen Garde kündigte Elferratspräsident Horst Kiolbassaha an, zum letzten Mal als Elferratspräsident den Rathausschlüssel an Bürgermeister Franz Josef Kraus (CSU) zurückzugeben.
"Ich habe am 11.11. um 11.11 Uhr zum letzten Mal die Macht im Rathaus und über die leere Stadtkasse übernommen", sagte Kiolbassaha. Jetzt aber, "nach einem Aufwand von über 1012 Arbeitsstunden, kann ich mit 68 Jahren auf diesem Niveau nicht mehr weitermachen".

Fester Griff an die Kasse

Zuvor hatte bereits Gerhard Fickert, der als Büttenredner den "Stanislaus" verkörpert, seinen Rückzug vom Amt des Sitzungspräsidenten angekündigt.
Das bedeutet, dass der Ebermannstadter Elferrat seine beiden wohl fähigsten Narren verlieren wird. Bürgermeister Franz Josef Kraus (CSU) blieb da nichts anderes übrig, als sich an die nackten Fakten zu halten: "Der Fasching ist für heuer aus, der Schlüssel kommt jetzt ins Rathaus - die Kasse wird fest zugesperrt, damit schwarz-rot sich nicht entleert."
Die fünfte Jahreszeit beschlossen die Narren mit einem dreifachen "E-B-S aha". Die Rücktritte von Kiolbassaha und Fickert machten den diesjährigen Fasching zu einer denkwürdigeren Veranstaltung, als viele wohl gehofft hatten.

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