Forchheim

Im Pfalzmuseum sind vier Museen unter zwei Dächern

Der Förderkreis Kaiserpfalz hat eine neue Broschüre aufgelegt. Die soll Lust machen auf Forchheimer Stadtgeschichte, Trachtenmuseum, Archäologische Staatssammlung und Erlebnismuseum.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ewald Maier, Susanne Fischer und Harald Winter (v. l.) präsentieren vor der Kaiserpfalz die neue Broschüre. Foto: Pauline Lindner
Ewald Maier, Susanne Fischer und Harald Winter (v. l.) präsentieren vor der Kaiserpfalz die neue Broschüre. Foto: Pauline Lindner
Museen sind grau. Das ist eine leider weit verbreitete Vorstellung. Der Förderkreis Kaiserpfalz hat sie bewusst aufgegriffen, um zu zeigen, was für ein farbiges Haus das historische Ensemble wurde, seit vor rund einem Jahrzehnt die Bausubstanz wiederhergestellt wurde.

Damals gab der Förderkreis eine beschreibende Broschüre heraus, die einen Eindruck vom Mauerwerk und der Schönheit und Vielzahl der Wandmalereien gab. Ein Jahrzehnt später war es dem Förderkreis unter seinen Vorsitzenden Ewald Maier, Erich Reinhardt und Harald Winter ein Anliegen, zu zeigen, was in den Räumlichkeiten zu sehen ist.

"Vier Museen unter zwei Dächern" lautet deshalb auch der Untertitel der neuen Broschüre.
Denn vier ganz unterschiedliche Themenkreise haben ein Dach in der Pfalz und der angrenzenden Roten-Mauer-Bastion gefunden: im Querbau das Trachtenmuseum, im dritten Stock des Baus Lambert von Bruns die Stadtgeschichte und im ersten und zweiten Stock als Dependance der Archäologischen Staatssammlungen die Funde der Frühgeschichte aus dem fränkischen Raum.

Erlebnismuseum Rote Mauer

Jüngster Teil ist das Erlebnismuseum Rote Mauer mit den Wappensteinen aus der Stadtmauer und einer szenischen Nachstellung, wie es zu Zeiten der schwedischen Belagerung in Stadt und Wehranlagen zuging.
Dieses Wachsen zu großer Vielfalt und hoher Qualität hat die Grafikdesignerin Merle Stock-Kolkhorst in einer sich entwickelnden Broschüre dargestellt. "Was Wertiges, das zur Kaiserpfalz passt", nennt Maier das Produkt und betont, dass der Entwurf der in Westfalen lebenden und früher in Erlangen tätigen Künstlerin mit einem einstimmigen Votum vom Vorstand des Förderkreises gebilligt worden sei.

Markante Objekte

Das Titelblatt der Broschüre ist streng in Schwarz-weiß mit zwei markanten roten Balken gestaltet. Eine Vorstellung des Förderkreises und ein herausnehmbarer Mitgliedschaftsantrag folgen, ehe auf einer aufklappbaren Doppelseite die vier Museen durch je ein markantes Objekt vorgestellt werden.

Dann folgt auf etlichen Seiten eine ins Detail gehende Beschreibung der vier Abteilungen. Es wird immer interessanter, suggerieren dabei die häufiger werdenden Farbfotos. "Es ging uns um eine zeitgemäße Formensprache und Ästhetik mit der Idee des zurückhaltenden Beginns", erklärt die Museumsleiterin Susanne Fischer, was ihrer Meinung nach die Broschüre aufhebenswert macht.

Die Broschüre ist in einer Auflage von 5000 Stück aufgelegt worden. Die Förderkreis-Mitglieder haben sie bereits erhalten. Für Museumsbesucher und an der Pfalz Interessierte liegt sie an der Kasse auf.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren