Gößweinstein
Kommunalpolitik

Hanngörg Zimmermann greift nach dem Gößweinsteiner Rathaus

Nachdem ihn die CSU am Ende doch nicht aufstellt, gründet Hanngörg Zimmermann seine eigene Wählerliste. Auf der will er ins Gößweinsteiner Rathaus einziehen.
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Will Bürgermeister in Gößweinstein werden: Hanngörg Zimmermann. Foto: privat
Will Bürgermeister in Gößweinstein werden: Hanngörg Zimmermann. Foto: privat
64 Gößweinsteiner waren dem Aufruf von Marktgemeinderat Hanngörg Zimmermann gefolgt. Sie wählten Zimmermann zum Gößweinsteiner Bürgermeisterkandidaten und hoben gleichzeitig die neue Wählerliste "Bürgervereinigung Markt Gößweinstein" (BMG) aus der Taufe. Als deren Spitzenkandidat firmiert Zimmermann ebenfalls.

Zimmermann ist damit jetzt der gemeinsame Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler und der Bürgergemeinschaft. Das wird möglich, weil alle drei Lis ten eine Verbindung eingehen.
Zimmermann ist noch vor Kurzem in der CSU gewesen. Die Vorstände der CSU-Ortsverbände Gößweinstein und Wichsenstein hatten ihn sogar zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gekürt. Dies war allerdings, bevor die CSU-Mitgliederversammlung sich für den amtierenden Bürgermeister Georg Lang ausgesprochen hat.

Das Aus für einen Gastronomen

Innerhalb von nur vier Tagen hatte Zimmermann die 16 Kandidaten für seine neue Wählerliste beisammen. Alle drei freien Wählerlisten wollen nun gemeinsamen Wahlkampf führen.
Auf Zimmermanns Liste findet sich mit Gabriele Brütting aus Kleingesee auf Platz drei eine ehemalige Markträtin, die noch immer CSU-Mitglied ist. Brütting bekam allerdings nur 37 Stimmen und war selbst auch nicht anwesend.

Manfred Wiedow hatte die Ärztin dafür kritisiert, als Gemeinderätin zurückgetreten zu sein. Zimmermann hatte Wert darauf gelegt, dass aus allen Gemeindeteilen Kandidaten auf seiner Liste stehen. Nicht durchsetzen konnt sich der Behringersmühler Gastronom Peter Luger, der durch Wolfgang Richter aus Leutzdorf ersetzt wurde. Somit hat die frühere Gemeinde Behringersmühle keinen Kandidaten mehr auf Zimmermanns Liste. Spitzenplatz zwei belegt der 56-jährige Etzdorfer Landwirt Josef Neuner. Er kritisierte, dass in Gößweinstein nur noch geredet, nicht aber gehandelt worden ist.

"Ehrlich und korrekt"

Auf Platz vier steht der 46-jährige Morschreuther Landwirt und Holzunternehmer Benno Beck, der die Situation der Gemeinde für nicht mehr tragfähig hält.

Ihm folgen Klaus Distler aus Wichsenstein und Hans-Peter Wolf aus Gößweinstein. Platz sieben belegt Wolfgang Richter aus Leutzdorf, der Kinder und Jugendliche besser gefördert wissen will. Mit kreativen Ideen will sich der 29-jährige Fachmann für Internet-Marketing, Anton Schreiber, einbringen.

Die weiteren Plätze belegen Wolfgang Deinhardt aus Bösenbirkig, der amtierende Faschingsprinz von Gößweinstein, und Ursula Stenglein aus Gößweinstein. "Ich bin für den Hanni, weil er ehrlich und korrekt ist", warf sie sich für Zimmermann gleich mal ins Zeug. Gerhard Bauernschmitt aus Hühnerloh, Anita Warzecha-Laurer aus Gößweinstein, Rudolf Berner aus Leutzdorf, Frank Poser aus Gößweinstein, Claudia Wiegärtner aus Sachsendorf sowie der Gößweinsteier Marcel Zweck folgen.

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