Hallerndorf
Mängel

Hallerndorfer Spielgeräte in schlechtem Zustand

Eine unabhängige Überprüfung der Hallerndorfer Spielplätze führt zu ernüchternden Ergebnissen.
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Bürgermeister Torsten GunselmannFoto: FT
Bürgermeister Torsten GunselmannFoto: FT
Auch wenn die Schüler und viele ihrer Eltern derzeit in Sommerferien sind, halten die Gemeindevertreter von Hallerndorf weiterhin ihre Sitzungen ab. Zwar schlug Werner Fischer (WG Hallerndorf) vor, im kommenden Sommer wieder eine Sommerpause einzulegen, doch Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) sah darin keinen Nutzen und möchte lieber den ordnungsgemäßen Turnus von drei Wochen einhalten.

Jedes Jahr müssen sämtliche Spielplätze in der Gemeinde Hallerndorf von einem unabhängigen Prüfunternehmen un-tersucht werden. Laut Gunselmann fielen die Ergebnisse in diesem Jahr "leider sehr ernüchternd" aus. Auf eigenen Spielplätzen sind die Spielgeräte demzufolge in einem schlechten Zustand: "Hier müssen wir in den nächsten Jahren investieren, wenn wir die Mängel beheben wollen." Früher wurden die Spielgeräte sogar im Winter eingemottet, erinnerte sich Claudia Kraus (WG Trailsdorf). Da die
meisten Spielgeräte aus Holz bestehen, sind sie in der Regel nach spätestens 15 Jahren verschlissen, erklärte Gunselmann.

Die eingereichten Bauanträge wurden allesamt von den Gemeindevertretern genehmigt, ebenso die Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan. Das hat zur Folge, dass dem Baubeginn der Nahwärmeversorgung nichts mehr im Wege steht.
Da das Gemeindegebiet von Höchstadt an das Hallerndorfer Gemeindegebiet grenzt, muss Hallerndorf bei Änderung des Bebauungsplans und Flächennutzungsplans konsultiert werden, ob Einwände bestehen. Das ist nicht der Fall, stellten die Gemeindevertreter im konkreten Fall fest.

Nachdem auf Friedhöfen und Kinderspielplätzen zuletzt Bäume gefällt worden sind, werden die noch in der Erde befindlichen Wurzelstöcke entfernt werden und der entsprechende Auftrag über 1100 Euro an die Firma Warz aus Neustadt an der Aisch vergeben werden.


246 000 Euro teuer

Der Auftrag zur Materialversorgung für die Verlegung der Speedpipe in Hallerndorf, die im Zuge der Nahwärmeversorgung erfolgen soll, wurde an die Firma Rehau vergeben.
Dem Ingenieurvertrag mit dem Ingenieurbüro Kittner und Weber bezüglich der Kanalbaumaßnahme in Pautzfeld stimmten die Gemeindevertreter ebenfalls zu. Da die Kosten für die gesamte Baumaßnahme 246 000 Euro betragen, bekommt das Ingenieurbüro auf Basis der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure rund 36 500 Euro. Auch die Honorarrechnung des Ingenieurbüros Kittner und Weber für die Planung der Leerrohre, durch die später eine Speed-Pipe in Pautzfeld gelegt werden kann, wurde von den Gemeindevertretern genehmigt. Dies gilt auch für die Honorarvereinbarung für die Objektplanung der Bordsteine und Rinnen und die Pflanzarbeiten.

Damit ein Teil der notwendigen Sanierung in der Grund- und Mittelschule Hallerndorf durch das KIP (Kommunales Investitionsprogramm) gefördert werden konnte, musste die dafür notwendige Architektenleistung recht schnell erfolgen. Das Architekturbüro Nickel und Wachter erledigte die notwendigen Arbeiten rechtzeitig, so dass der Austausch von Fenstern, Türen und Glasbausteinen der Schule mit dieser Förderung unterstützt wird.
Die Rechnung über die erbrachte Architektenleistung liegt mit 5000 Euro netto deutlich unter dem, was das Büro nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure berechnen könnte.

Die Gemeindevertreter erteilten den Auftrag nachträglich, so dass die Rechnung von der Gemeindeverwaltung beglichen werden kann. Als 2006 die Turnhalle gebaut worden ist, wurden die Zufahrten und Zugänge für die Feuerwehr derart überdimensioniert geplant und in der Baugenehmigung festgehalten, dass sie bis heute in dieser Form nicht verwirklicht wurde. Im Rahmen eines Änderungsantrages wollen die Gemeindevertreter jetzt beim Landratsamt Forchheim beantragen, dass die Feuerwehr künftig bis auf 50 Meter an die Sporthalle heranfahren kann: "Der Rest lässt sich zu Fuß erledigen", erläuterte Architekt Jonas Langenbuch den Änderungsantrag, dem die Gemeindevertreter zustimmten.


Fehlende Genehmigung

Will die Gemeinde Wasser in ein fließendes Gewässer einleiten, braucht sie dafür eine wasserrechtliche Erlaubnis. Diese lief am Ende 2014 allerdings ab. Kommt es zu einem Starkregen, dürfte die Gemeinde demnach kein vorbehandeltes Mischwasser direkt aus der Kanalisation in die Aisch oder andere fließende Gewässer leiten.
Da das Ingenieurbüro Zöbelein/Pieger nicht nur seit vielen Jahren Kanalnetz ingenieurstechnisch betreut, sondern auch das Kanalkataster erstellt hat, wurde es - ebenso wie das Ingenieurbüro Sauer und Harrer - um ein Angebot zur Erstellung der entsprechenden Antragsunterlagen gebeten. Zöbelein kommt nun zum Preis von 18 361 Euro zum Zug.

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