Forchheim
Großeinsatz

Großeinsatz bei Berufsschule Forchheim: Schüler leiden an Magen-Darm-Krankheit

In der Berufsschule Forchheim lief am Donnerstag ein Großeinsatz von Rettungskräften. Mehrere Schüler litten plötzlich an einer Magen-Darm-Krankheit.
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Foto: Ferdinand Merzbach
Foto: Ferdinand Merzbach
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Am frühen Donnerstagnachmittag rief der stellvertretende Schulleiter der Forchheimer Berufsschule, Bodo Sewekow, das Gesundheitsamt. Der Grund: Mehrere Schüler hatten über Übelkeit geklagt. "Viele mussten sich übergeben und einige Mädchen bekamen Kreislaufprobleme", erklärt Sewekow. "Da mussten wir handeln."

Fünf Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes, zwei Notärzte und ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes begaben sich zum Ereignisort. Acht Schüler mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.


Verdorbenes Essen?

Über die Ursache könne er aber nur spekulieren. Es habe ein Nudelgericht gegeben mit Hackfleischsoße, bestätigt ein Polizeibeamter. Dieses Gericht sei an der Schule zubereitet und ausgegeben worden. Warum dieses Mittagessen nur für Schüler von zwei Klassen der gleichen Fachrichtung ungenießbar war, kann sich der stellvertretende Schulleiter nicht erklären. Eigentlich hätten noch viel mehr Schüler betroffen sein müssen, denn das Essen war für alle, so Sewekow. Deshalb müsse man abwarten, was die Untersuchungen ergäben.


Proben genommen

Bodo Sewekow bestätigt, dass vorsichtshalber Essensproben genommen und von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes zur Überprüfung mitgenommen wurden. Dies deckt sich auch mit den Aussagen des Polizeisprechers.

"Gott sei Dank geht es einem Großteil der Schüler schon wieder besser" , zeigte sich der stellvertretende Schulleiter gegen 16 Uhr erleichtert. Das Phänomen scheine abzuflauen. "Wir wussten nicht, welche Dimensionen die Sache annehmen würde. Deshalb stehe auch jede Menge Sanitätsfahrzeuge im Schulhof", erläutert der Vizechef der Berufsschule. Vorübergehend standen fünf Krankenwagen, zwei Notarztwagen und zwei Polizeifahrzeuge im Schulhof.





Einige Schüler seien nach ambulanter Behandlung auch bereits wieder zurück in den Unterricht gegangen. Als "Vorsichtsmaßnahme" bezeichnet der Polizeisprecher vor Ort die Tatsache, dass acht Schüler in umliegende Krankenhäuser eingeliefert wurden. Die Schüler seien zur Beobachtung dort. Sobald aus medizinischer Sicht Entwarnung gegeben werde, dürften sie das Krankenhaus wieder verlassen.

Die Ermittlungsgruppe der Forchheimer Polizei und das Landratsamt Forchheim haben die zur Ursachenklärung notwendigen Maßnahmen getroffen.

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