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Gößweinstein
Kirche

Gößweinsteiner Basilika feiert 275. Geburtstag

Am 14.Mai 1739 ist die Gößweinsteiner Basilika feierlich geweiht worden. Beim Jubiläumsgottesdienst bezeichnet sie Pater Flavian als "Mutter unserer Filialkirchen".
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Mit einem feierlichen Gottesdienst gedenken die Geistlichen der Basilikaweihe vor 275 Jahren.  Foto: privat
Mit einem feierlichen Gottesdienst gedenken die Geistlichen der Basilikaweihe vor 275 Jahren. Foto: privat
Immer wieder taucht sie auf, wenn meist auch nur für wenige Augenblicke. Ob man nun vom Ailsbachtal herkommt, über die Hochfläche nach Pottenstein zu oder ob man südlich aus dem Trubachtal oder vom Westen her der Wiesent entlang gen Gößweinstein zieht.

In all diesen Fällen sind die beiden zum Himmel ragenden Basilikatürme der Basilika Gößweinstein schon aus der Ferne sichtbar. Die fränkische Basilika teilt das Los mit manchen Erdenbürger: In die Jahre gekommen, überhäuft man sie mit Ehren, Würden und Auszeichnungen.

Am Mittwoch gab es allerdings auch allen Grund dazu, ein wenig aus dem Häuschen zu sein. Auf den Tag genau 275 Jahre waren es da her, dass Basilika feierlich geweiht worden ist. In einem Festgottesdienst, den Pater Flavian, Pater Kosma, Pater Vitalis, Pater Leszek und Ruhestandspriester Mons. Herbert Hautmann feierten, wurde an das stolze Weihejubiläum gedacht.


Sechsstündige Zeremonie

Nach insgesamt neun Jahren Bauzeit unter der Leitung vom berühmten Baumeister Balthasar Neumann konnte die Basilika am Donnerstag, 14.Mai 1739 in einer sechsstündigen Zeremonie und unter Anwesenheit von rund 20 000 Gläubigen vom damaligen Bischof geweiht werden. Am 12.Mai 1948 wurde die Wallfahrtskirche von Gößweinstein durch Papst Pius XII. in den Rang einer päpstlichen "Basilica minor" erhoben.

Dabei handelt es sich um einen Ehrentitel, der im Bistum Bamberg bislang nur noch den Wallfahrtskirchen in Vierzehnheiligen, in Marienweiher und dem Bamberger Dom verliehen worden ist.

In seiner Festpredigt zum Kirchweihfest erinnerte Pater Flavian Michali an die Basilika - die Mutter der Kirchen: "Die Lateranbasilika in Rom wird gerne als Mutter der Kirchen bezeichnet. Auch unsere Basilika dürfen wir als Mutter unserer Filialkirchen bezeichnen. Die Basilika als Pfarr-und Wallfahrtskirche ist für uns wie eine Mutter geworden." Pater Flavian Michali brachte das Mutter-Sein mit Trost, Geborgenheit und auch Kraft in Verbindung. "Wir kümmern uns um unsere Basilika. Wir schieben sie nicht wie eine ältere Mutter ins Seniorenheim ab, machen daraus nicht ein Museum. Unsere Basilika bleibt eine lebendige Kirche. Ein Haus das lebt, aus lauter bunten Steinen", sagte Pater Flavian.

Dreimalige Prozession

In dreimaliger eucharistischer Prozession um die Basilika, wurde unter feierlichem Glockenklang der Leib des Herrn in besonderes Weise verehrt. Mit dem TeDeum und dem sakramentalen Segen vom Altar fand der Festtag in Gößweinstein sein Ende. md