Dobenreuth
Denkmal

Gemeindhaus Dobenreuth: abreißen oder sanieren?

Laut Bericht des Oberkonservators ist das Gemeindehaus von Dobenreuth zusammen mit der Kirche und weiteren Gebäuden ortsbildprägend. Der Gemeinderat Pinzberg vertagt die Entscheidung über die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes.
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Das denkmalgeschützte Gemeindehaus in Dobenreuth Foto: Franz Galster
Das denkmalgeschützte Gemeindehaus in Dobenreuth Foto: Franz Galster
Pinzberg - Nicht zum ersten Mal beschäftigte sich der Gemeinderat von Pinzberg mit der weiteren Verwendung des Gemeindehauses in Dobenreuth. Abreißen oder Sanieren? Diese Frage ist bis jetzt nicht beantwortet. Allerdings schaut es so aus, dass jetzt das Stadium der Entscheidung naht.
Basis ist ein Bericht von Oberkonservator Robert Pick. Demnach fand im Juni eine Besichtigung vor Ort statt zur weiteren Vorgehensweise. Teilgenommen haben neben Vertretern der Gemeinde unter anderen Vertreter des Landratsamtes Forchheim, der Dorfvereine und des Denkmalschutzes.
Demnach ist das Gemeindehaus im Zusammenspiel mit der Kirche und weiteren ansprechenden Gebäuden ortsprägend. Vorgeschlagen wird im Schreiben die Verlegung des Backofens in die Garage am Gemeindehaus und die Entfernung des bisherigen Backhauses zur Vergrößerung des Dorfplatzes.
Im Gemeindehaus könnten dann infrastrukturelle Einrichtungen für Ereignisse wie das Dorffest untergebracht werden. Das könnten Kühl- und Lagerräume sein.
In einer ersten Schätzung gehen die Experten von 182 000 Euro Kosten aus. Über Fördergelder des Landesamtes für Denkmalschutz, der Oberfrankenstiftung und die Landesstiftung sowie anderer Fördergeber sollen die Kosten der Gemeinde auf zehn Prozent begrenzt bleiben. Wunsch und Wille der Gemeinde sind die Grundlage dafür, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. In der Gemeinderatssitzung bezog Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) klar Stellung und plädierte für den Abriss des denkmalgeschützten Gemeindehauses.


Ein Dorfplatz

Zehn Prozent Eigenanteil sei sehr wenig, meinte Alfons Eger (Die Chance). Da solle man erst eine klare Vorstellung zum Vorhaben gewinnen. Im Übrigen sei der Abriss und die Gestaltung eines Dorfplatzes an dieser Stelle vermutlich teurer als die Sanierung des Gebäudes. Eger sprach sich für die Annahme des Angebotes aus.
Markus Galster warf schon vorsorglich die Unterhaltskosten des Gebäudes auf. Michael Schmitt (FW) ist nur für die Sanierung, wenn alle Vereine das wollen. Dabei dürfe keine Konkurrenz zum vorhandenen Vereinshaus entstehen. Peter Deckert (CSU) plädierte dafür, auf jeden Fall die Ortsvereine von Dobenreuth ins Boot zu holen.
Letztlich einigten sie die Gemeindevertreter darauf, die Entscheidung zurückzustellen und sich zunächst zusammen mit den Dobenreuther Vereinen eine Meinung zu bilden. Das Thema bleibt also spannend.


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