Forchheim
Bildung

Schulkongress in Forchheim: Ganztagsangebote für alle Schulen

350 Teilnehmer lauschten Staatssekretärs Georg Eisenreich, der im Rahmen auf dem Ganztagsschulkongress ein Grußwort sprach.
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Staatssekretär Georg Eisenreich spricht ein Grußwort zu knapp 350 Teilnehmer.  Foto: Jennifer Brechtelsbauer
Staatssekretär Georg Eisenreich spricht ein Grußwort zu knapp 350 Teilnehmer. Foto: Jennifer Brechtelsbauer
In zwei Tagen voller Vorträgen und Workshops tauschen sich die 350 Teilnehmer des Kongresses zum Thema "Ganztagsschulen" im Forchheimer Herder-Gymnasium aus. Im Fokus des Ganztagsschulkongresses steht das Motto "Gemeinsam Ganztagsschule entwickeln - Grenzen öffnen - Spielräume erweitern".

Der erste Kongresstag begann mit Grußworten des Landrates Hermann Ulm (CSU), sowie des Staatssekretärs für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Georg Eisenreich (CSU), der eigens für den Kongress aus München angereist war.

"Die schulische Landschaft hat sich gewandelt", betonte Ulm. Er selbst war früher Lehrer und Konrektor von Grund- und Mittelschulen gewesen und ist daher in die Thematik involviert. "Es geht hier um einen gemeinsamen Entwicklungsprozess", erklärte Ulm. Auch der Landkreis wird in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Zukünftig wird der Landkreis den Schulen nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich, als Partner dienen müssen.

Auch das Thema Flüchtlinge wird in den zwei Kongresstagen eine Rolle spielen, denn über kurz oder lang müssen die jungen Flüchtlinge in die Schulen integriert werden.

"Der Landkreis Forchheim ist einer der Pioniere", begann Eisenreich sein Grußwort. "Ich bin froh, dass wir heute den 5. Ganztagsschulkongress haben und sich in Forchheim getroffen wird, um sich auszutauschen", fuhr er fort.


Angebotspalette erweitern

Knapp 80 Prozent der bayrischen Schulen bieten bereits ein offenes oder gebundenes Ganztagsangebot an. "Wichtig ist es, sich nicht auszuruhen, die Bedarfe sind groß", erklärte Eisenreich, "Eltern wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Die Palette der Angebote soll erweitert werden, um vor Ort für jede Schule ein passgenaues Angebot zu finden.

"Wir haben hier einen Investitionsschwerpunkt in der bayrischen Bildungspolitik", fügte er hinzu. Die Grundsatzentscheidung soll jedoch immer bei den Eltern liegen. "Es ist wichtig, dass die Eltern selbst entscheiden, ob sie ein solches Angebot annehmen möchten oder nicht", erklärte der Staatssekretär.


Umsetzung bis 2018

Bis 2018 soll in allen bayrischen Schulen ein Ganztagsschulkonzept umgesetzt werden. Alle Schüler bis zum Alter von 14 Jahren sollen die Möglichkeit haben, an diesem Schulkonzept teilnehmen zu können.

In über 40 Workshops und Vorträgen verschiedenster Referenten können sich die Teilnehmer zum Thema austauschen. Außerdem werden Praxisbeispiele vorgestellt. Aus dem Landkreis Forchheim stellen sich die Schulen aus Poxdorf und Wiesenthau vor, die bereits das Konzept einer Tagesschule umsetzen.
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