Viele Freunde und Verwandte gaben sich nun Jahrzehnte später die Klinke in die Hand, um dem Diamantenen Hochzeitspaar zum 60. Ehejubiläum zu gratulieren. Der Jubilar denkt gerne an die lange gemeinsame Zeit zurück. Für die große Liebe war der etwa zehn Kilometer weite Weg mit dem Fahrrad nicht zu weit. Nachts gegen zwei Uhr ging es genauso wieder über Graisch durch den Wald mit dem Fahrrad heim. Übernachten vor der Hochzeit? Damals nicht denkbar. Zur Arbeit fuhr er mit dem Rad nach Oberndorf, 15 Kilometer bergauf oder bergab. Später war dann der Bus zur Arbeitsstelle nach Nürnberg verfügbar, ehe die Zeit mit dem Motorrad und schließlich mit dem Auto kam.

Eine kleine Landwirtschaft und viel Handarbeit prägten ihr gemeinsames Leben. Das Korbflechten war eines ihrer Hobbys. Bei vielen dörflichen Veranstaltungen, dem Stammtisch oder zu Fasching und zum Tanz brachten sie sich ein. Den Humor haben sie nie verloren. Sketche und Gedichte vortragen, dafür war Kunigunda gut bekannt. Sie war lustig und lachte einfach gerne. Immer wieder schauten sie über den eigenen Tellerrand hinaus und nahmen an mehrtätigen Ausflügen teil.

Johann Funk schätzt seine Kunigunda. Abergläubisch war das Paar nicht und schloss vor dem damaligen Bürgermeister Georg Lautenbacher in Hundsdorf den Bund fürs Leben am Freitag, den 13. Keine Luxuslimousine, sondern ein klappriger Bus, damals schon etwas Besonderes, der Firma Ritter transportierte die Hochzeitsgesellschaft zur kirchlichen Trauung nach Obertrubach. Fünf Kinder mit ihren Familien, zehn Enkel und sieben Urenkel feierten mit dem Jubelpaar das Fest. Landrat Reinhardt Glauber gratulierte für den Landkreises Forchheim, Vizebürgermeister Markus Grüner für die Gemeinde. gal