Igensdorf
Finanzierung

Für Igensdorfer Anwohner wird es richtig teuer

Nach einem dort geschehenen Unfall besiegeln die Igensdorfer Gemeinderäte das Ende der Kastanienallee.
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Im November werden die ersten Bäume in der Igensdorfer Kastanienallee gefällt werden.  Foto: Petra Malbrich
Im November werden die ersten Bäume in der Igensdorfer Kastanienallee gefällt werden. Foto: Petra Malbrich
Ein Kahlschlag wird es nicht. Dennoch ist das Aus für Kastanienallee besiegelt. Unlängst war eine Frau dort über Wurzeln gestolpert, die das Pflaster des Gehwegs angehoben hatten. Die Bäume waren zu zudem groß und durch Wassermangel auch krank geworden.

Nun legte Bauamtsleiter Andreas Finkes den Gemeinderäten die Planung für den ersten Bauabschnitt, der Neugestaltung an der Forchheimer Straße von der Abzweigung am Bach bis Ende des Ärztehauses vor.
Die größten Gestaltungsmöglichkeiten gebe es im Norden der Forchheimer Straße, wo ein Grünstreifen mit einbezogen werde, um mehr Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Die fünf Kastanien werden durch zwei Bäume in Baumscheiben ersetzt. Gefällt werden sollen die Bäume im November. Der Gehweg wird mit Tonsteinpflaster gepflastert. Welche Bäume gepflanzt werden, steht noch nicht fest.
72 000 Euro soll die Neugestaltung kosten.


60 Prozent Förderung

39 000 Euro müssen die sieben Anlieger insgesamt bezahlen, je nach Grundstücksgröße. "Das ist nicht wenig", wirft Bernd Merkel (Igensdorfer Umland) ein. Finkes gibt zu, dass es sich bei dem vorliegenden Zahlenwerk um eine Kostenschätzung handele. Es könne auch teurer werden. Die Gemeinde würde ungefähr 60 Prozent Förderung aus einem EU-Förderprogramm ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlichen Raums) erhalten.

Aber die Gemeinde ist auch ein Anlieger der beidseitigen Sanierung der Forchheimer Straße. Waldemar Friebe (SPD) gefällt nicht, dass die Hauseigentümer derart heftig zur Kasse gebeten werden. "Sie haben den Gehweg schon bezahlt, der nun aus Sicherheitsgründen saniert wird", sagt Friebe. "Eine Verbesserung eines alten Zustands ist beitragspflichtig", sagte Rast.

Ob es den Anwohnern helfen würde, wenn der Bauhof statt einer Fremdfirma die Arbeiten ausführe, wollte Jürgen Bachmeier (Igensdorfer Umland) wissen. "Grundsätzlich ja. Doch es schadet einer möglichen Förderung", fügte Bauamtsleiter Finkes an. Teurer werde es in diesem Fall für die Gemeinde, meinte der Bürgermeister.
"Das ist das Schicksal des Grundstücksbesitzers", erklärte der Bürgermeister.
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