Wimmelbach
Nothilfe

Frater Seubert bittet dringend um Spenden

Eine ausgefallene Regenzeit hat das Leben vieler Kenianer in eine Tortur verwandelt.Deshalb hat sich der Missionar an seine Wimmelbacher Heimatgemeinde gewandt.
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Frater Hans Seubert (r.) engagiert sich seit vielen Jahren in Kenia.  Fotos: Seubert
Frater Hans Seubert (r.) engagiert sich seit vielen Jahren in Kenia. Fotos: Seubert
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Hunger, Dürre und Durst - das sind Schlagwörter, die im Zusammenhang mit dem Welttag des Wassers, der jedes Jahr am 22. März begangen wird, häufig genannt worden sind. Aber auch in den jüngsten E-Mails des aus Wimmelbach bei Hausen stammenden Kenia-Missionars Frater Hans Seubert an seine Verwandten und Freunde ist davon immer wieder die Rede gewesen. Den Menschen in Kenia macht es schwer zu schaffen, dass die Regenzeit in der zweiten Jahreshälfte 2014 ausgefallen ist. Die Folge sind eine schier unerträgliche Hitze für Menschen und Tiere.

Viel mehr als die Europäer erschwert der Klimawandel der ländlichen Bevölkerung im Westen Kenias das Leben. Bleibt die Regenzeit aus und können sie ihre Felder nicht bestellen, ist in der Folge über mehrere Monate Hunger ihr täglicher Gefährte.
Witwen mit ihren minderjährigen Kindern und ältere Leute wenden sich in ihrer Not deshalb auch an den Wimmelbacher Maristenbruder Hans Seubert. Er muss sich aber auch um die Schulgemeinschaft der Handwerkerschule St. Martin in Ramba auf der Insel Mfangano kümmern, damit die Lehrlinge und die Lehrerfamilien sich ihr tägliches Essen kochen und ihrer Arbeit nachgehen können. Nur dank der Spenden, die er aus seiner oberfränkischen Heimat erhält, ist Frater Hans überhaupt in der Lage, in vom Wetter etwas begünstigtere Gegenden Kenias zu fahren, um dort - leider zu überhöhten Preisen - die Grundnahrungsmittel Mais und Hirse zu kaufen.

Grundlagen für das Leben

Was hinzu kommt ist die Tatsache, dass die Leute, die ihre Ersparnisse aufgebraucht haben, oft auch nicht mehr in der Lage sind, das Schulgeld für ihre Söhne und Töchter zu bezahlen.

Manche der Lehrlinge in Ramba sind Waisen oder Halbwaisen. Sie sind auf die Unterstützung der Missionsfreunde in Deutschland angewiesen, damit sie ihre Ausbildung in Ramba absolvieren und sich so eine Grundlage für ihr künftiges Leben schaffen können. Mit einem Hilferuf wandte sich der Keniamissionar jetzt an Pfarrer Franz Noppenberger und bat um Unterstützung aus seinem heimischen Seelsorgebereich Hausen-Heroldsbach in Form eines Karfreitagsopfers. Frater Hans schrieb: "Wenn man mit dem Fasten eine Osterfreude bereiten kann, ist dies sicherlich ein zusätzlicher Beweggrund, die Kartage sinnvoller zu leben."

Ein Appell von Noppenberger

Pfarrer Noppenberger, der bei seinem Kenia-Besuch die wertvolle Arbeit in Ramba schon kennengelernt hat, bittet deshalb die Gläubigen in seinem Seelsorgebereich Heroldsbach-Hausen darum, dass sie beim Gottesdienst am Karfreitag die Kollekte mit einer großherzigen Gabe bedenken. Auch Gläubige aus anderen Pfarreien können natürlich spenden.




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