Forchheim

Forchheiner Realschule ist bereit für Schüler

Nach dem Intermezzo in Eggolsheim werden 950 Schüler nach Ostern wieder in Forchheim unterrichtet. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun.
Artikel drucken Artikel einbetten
Schulleiter Jürgen Kretschmann zeigt in einem renovierten Klassenzimmer die neue Kombination aus Tafel und Beamer-Wand.  Fotos: Matthias Hoch
Schulleiter Jürgen Kretschmann zeigt in einem renovierten Klassenzimmer die neue Kombination aus Tafel und Beamer-Wand. Fotos: Matthias Hoch
+9 Bilder
Schachteln mit diversen Materialien, Haufen aus Verpackungsfolien und Kabelschlaufen in allen Farben, Handwerker mit allerhand Gerätschaft - der erste Eindruck vom Zustand der Georg-Hartmann-Realschule ist der einer Baustelle. In drei Wochen soll alles aber schon ganz anders aussehen. Dann werden die 950 Schüler aus dem Eggolsheimer Exil zurück sein und in der Pestalozzistraße unterrichtet werden.
Angespannt sei er schon, sagt Schulleiter Jürgen Kretschmann, in dieser heißen Phase der Rückkehr. Aber er ist optimistisch. "Die Handwerker haben versprochen, dass alle Gewerke bis kurz nach Ostern fertig sind. Nur die Elektriker schaffen das nicht."

Das ist für den Schulleiter nicht weiter problematisch. Ein oder zwei Wochen ohne Computerräume, das hat Kretschmann von vornherein einkalkuliert. Der erste Schultag nach Ostern ist so geplant, dass der Tag mit einem Art Rundgang durch die Schule beginnen kann. "An der Tür bekommt jeder einen Raumplan und dann sind zwei Klassleiterstunden angesetzt."


Grüner Fußboden

Was werden die Schüler dabei bemerken? Ganz sicher das: Das Schulhaus ist insgesamt viel heller geworden. Das ist zum einen der Innendämmung an den Wänden geschuldet, die weiß gestrichen ist. Das liegt zum anderen auch an den freundlich grünen Fußböden in den Klasszimmern. Oder an der Glaswand, durch die jetzt Tageslicht in die Schulbücherei fällt.

Und nicht zuletzt wirken sich auf den optischen Gesamteindruck die weißen Innenseiten der neuen Fenster aus. Daran gewöhnen muss man sich aber, dass immer nur ein Fenster zu öffnen ist. Das Raumklima wird durch eine elektronisch gesteuerte Belüftungsanlage geregelt. Für Kretschmann fällt dadurch noch eine andere Sorge weg: Niemand kann sich mehr im dritten Stock auf die Fensterbank setzen.

In der Schulküche könnte schon morgen der Unterricht beginnen. Sogar Gewürze sind schon in den Schränken. Das Fach "Ernährung und Haushalt", das nur in der siebten Klasse auf dem Stundenplan steht, findet in einem gewiss zeitgemäßen Raum statt - mit modernen Abzügen oder einem Dampfgarer. Wichtigste Neuerung sind in einigen Trakten die neuen Verbindungstüren zwischen nebeneinanderliegenden Räumen und der große Fluchtweg entlang des Musiksaals. Dadurch soll gewährleistet sein, dass im Brandfall nicht alle Personen im Gebäude nur über die Aula die Treppenhäuser erreichen.

Nicht dem Brandschutz dienen die Wasserspender. Sie ersetzen das Waschbecken im Klasszimmer, denn die Tafel alter Bauart gibt es nicht mehr. Nicht mehr schwarz, sondern weiß, anstelle Kreide Filzstift und aufgeklappt werden die neuen auch anders herum, denn Mittelpunkt ist die Wand für Beamerprojektionen. Das gibt es in jedem Klasszimmer stationär.


Gute Atmosphäre

Das ist für Kretschmann eine auffällige Verbesserung gegenüber dem Interim in Eggolsheim, denn dort mussten die Geräte immer geholt werden.
Ein ähnlicher Gedanke steckt auch hinter dem Fachraumprinzip. Nicht nur in den Kunstsaal oder den Physikraum müssen die Schüler nun wechseln. Auch wegen Englisch oder Religion. Außer der Zwangsbewegungspause hat das den Vorteil, dass in den Fachräumen die Materialien bereitstehen und der Lehrer die Räume mit förderlichen Informationen ausschmücken und auch eine Art fachtypische Atmosphäre schaffen kann.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren