Forchheim
SSV Forchheim

Forchheimer im Rausch der Tiefe

Geduldige und kompetente Ausbilder führen beim SSV Forchheim alle Wasserratten in die Faszination des Tauchsports sein. Sicher schwimmen sollten die Interessenten aber schon unbedingt können.
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Christiane Müller beim TauchenFotos: privat
Christiane Müller beim TauchenFotos: privat
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Wer beim SSV Forchheim tauchen lernen möchte, sollte sicher schwimmen können und mindestens zehn Jahre alt sein. Das sagt Stephan Müller, einer der Ausbilder beim SSV. Dabei geht es im Wasser des Schwimmbades spielerisch zu, wenn die ersten Übungen mit Schnorchel absolviert werden oder Ringe vom Boden des Schwimmbeckens aufgesammelt werden müssen.

Schon mit Schnorcheln können Kinder gut unter Wasser unterwegs sein, lange bevor sie anfangen, auch mit Geräten zu tauchen. Dabei wird sowohl die Geschicklichkeit trainiert als auch die Kondition, Motorik und der Sinn für das Gleichgewicht. Stephan Müller selbst war vom Schnorcheln begeistert, als er das erste Mal bei einem Urlaub am Indischen Ozean die faszinierende Welt unter Wasser durch eine Taucherbrille kennenlernte. Er lernte nicht nur selbst tauchen, sondern absolvierte die entsprechenden Übungsleiterscheine - und ist seitdem einer der Tauch-Ausbilder im Forchheimer Schwimmverein.

Zu den Übungen beim Schnorcheltraining gehören neben dem Streckentauchen, dem Zeittauchen und dem Tauchen nach Dingen, die auf dem Boden des Schwimmbeckens liegen, auch verschiedene Schwimmlagen. Taucher schwimmen beispielsweise unter Wasser auch seitlich an einem Riff entlang, erklärt Sylvana Egelseer. Für die angehenden Taucher kommt zum Schnorcheltraining nach einer Weile auch das Gerätetraining. Hier lernen die Tauchanwärter den Umgang mit den Automaten, den Tarierwesten, dem Tauchcomputer und den Druckluftflaschen, die mit ganz normaler Atemluft gefüllt sind.

Schnorchel und Flossen

Während für die Taucher sowohl der Schnorchel als auch Maske, Flossen und Neoprenanzug zur persönlichen Ausrüstung gehört, die sich jeder selbst anschafft, gibt es die technische Ausrüstung für das Sporttauchen im SSV zu leihen.

Je nach Ausbildungsstand kann maximal bis zu vierzig Meter Wassertiefe getaucht werden. "Wer tiefer tauchen will, braucht eine andere Luftmischung in den Druckluftflaschen", erklärt der Ausbilder.
Die Tauchtiefen und die Länge der Tauchgänge seien auch in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. So dürfe in Ägypten maximal 30 Meter tief getaucht werden. Wer sich fragt, wie das überhaupt kontrolliert werden kann, hat nicht an den Tauchcomputer gedacht, den sich jeder Taucher wie eine überdimensionale Uhr um das Handgelenk schnallen muss.

Dieser registriert ganz genau, wie tief und wie lange jeweils getaucht wurde, versichert Stephan Müller. Ist das Schnorcheln sicher, wird der Umgang mit den Geräten geübt, bis als Abschluss der Grundtauchschein im Hallenbad erworben wird. Erst danach geht es hinaus in ein freies Gewässer. Dort werden neben dem sicheren Tarieren auch Notfallübungen absolviert.

Fünf Freiwassertauchgänge sind für den Bronzetauchschein erforderlich. Wer diesen erreicht hat, braucht immer noch einen erfahrenen Taucher an seiner Seite. Tauchgang für Tauchgang gewinnt der Neuling an Erfahrung und lernt, sich unter Wasser zu orientieren und die Verantwortung für sich und später auch für andere zu übernehmen.

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