LKR Forchheim
Gründung

Forchheimer Jusos sehen sich als der "Motor der SPD"

Auch im Landkreis Forchheim gibt es wieder aktive Jusos. Jetzt haben sie offiziell die Arbeitsgemeinschaft der SPD im Landkreis wiederbegründet.
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Uwe Kirschstein, Elisa Grafenberg, Julia Schippers (Jusos Bamberg), Bettina Drummer, Claas Meyer (Jusos Bamberg), Richard Schmidt, Paul Wichtermann, Anderas Schwarz und Cosmas Tanzer bei der Gündung der Forchheimer Jusos (v. l.) Foto: privat
Uwe Kirschstein, Elisa Grafenberg, Julia Schippers (Jusos Bamberg), Bettina Drummer, Claas Meyer (Jusos Bamberg), Richard Schmidt, Paul Wichtermann, Andreas Schwarz und Cosmas Tanzer bei der Gündung der Forchheimer Jusos (v. l.) Foto: privat
"Der letzte weiße Fleck auf der oberfränkischen Juso-Landkarte ist Geschichte, die Forchheimer Kreis-SPD hat wieder einen Stachel im Fleisch", heißt es in einer Pressemitteilung der Nachwuchsorganisation der Sozialdemokraten. Im vollbesetzten Forchheimer SPD-Büro gründeten neun Jungsozialisten wieder eine Juso-AG.

Einen inhaltlichen Stachel im Fleisch der SPD und als Arbeitsgruppe, die querdenkt, so charakterisierte Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz die Jusos. Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Cosmas Tanzer beschrieb die Jusos als inhaltlichen Motor und "auf der Straße am meisten wahrgenommene Gruppierung der SPD".

"Wir sind es, die Widerstand in antifaschistischen Bündnissen und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse leisten", betont Tanzer. Zumeist seien es die Jusos, die Anträge schreiben und der Partei auf die Finger klopfen. Als Beispiel dafür nannte der stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende Claas Meyer die Mindestausbildungsvergütung, die den Juso-Anträgen entstammt.

Bei den Vorstandswahlen wurde der 18-jährige Schüler Paul Wichtermann aus Kersbach einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Ihm stellvertretend zur Seite stehen Bettina Drummer aus Weilersbach, Elisa Grafenberg aus Effeltrich und Richard Schmidt aus Hausen. Als kommende inhaltliche Schwerpunkte sah der neue Vorsitzende den lahmenden sozialen Wohnungsbau in Forchheim sowie die Integration von Flüchtlingen. Insbesondere die jüngsten Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan stoßen bei den Jusos auf harsche Ablehnung.
SPD-Kreisvorsitzender Laurenz Kuhmann überreichte anschließend die historische Juso-Fahne und einen Wimpel aus Willy Brandts Zeit an den neuen Juso-Vorsitzenden. Der 34-jährige ehemalige Juso-Kreisvorsitzende freute sich, diese Insignien noch als Juso-Mitglied an eine neue Generation Jusos weitergeben zu dürfen. Der Forchheimer OB Uwe Kirschstein erinnerte sich an seine Zeit als aktives Juso-Mitglied.

Wichtig sei es, Spaß an der politischen Arbeit zu haben und nicht direkt an Ämter zu denken. Die seien zu ihm gekommen und nicht er zu ihnen. Dass er selbst beruflich als Politiker arbeiten würde, hätte er sich nicht vorstellen können.

Die erste Sitzung der Forchheimer Jusos findet am 13. April um 19.30 Uhr im SPD-Büro in Forchheim statt. Sie ist öffentlich.
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