Forchheim
Training

Forchheimer Feuerwehrler simulieren den Erntfall

Gemeinsam mit dem BRK spielen die Forchheimer durch, was sie im Fall eines schweren Verkehrsunfalls tun müssten. Am Ende des Tages ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit.
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Die Forchheimer Feuerwehrmänner bei ihrer Übung. Fotos: privat
Die Forchheimer Feuerwehrmänner bei ihrer Übung. Fotos: privat
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Zu einer großangelegten Einsatzübung namens "Technische Hilfeleistung" sind unlängst in den frühen Abendstunden die Männer der Forchheimer Stadtfeuerwehr in den Forchheimer Süden ausgerückt. Wie die Forchheimer Feuerwehr schreibt, waren auch das BRK und die Leitstelle in Bamberg an der Übung beteiligt.

Das Szenario, dem sich die Feuerwehrler in ihrer Übung stellen mussten, war ein Verkehrsunfall mit zahlreichen verletzten Personen. Für den ersteintreffenden Gruppenführer der Feuerwehr bot sich ein Bild des Schreckens: instabile und demoliert auf der Seite liegende Fahrzeuge sowie mehrere eingeklemmte oder hilflos umherirrende Personen.

Platz für zwei Hubschrauber

Unverzüglich nachalarmierte Kräfte der Feuerwehr und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes mit mehreren Notärzten und insgesamt sechs Rettungsfahrzeugen aus Forchheim und Baiersdorf machten sich auf den Weg zur Unfallstelle.

Die Hauptaufgabe aller Kräfte war es zunächst, den insgesamt elf Unfallbeteiligten rasch medizinisch, sie zu betreuen und schließlich in die Krankenhäuser zu bringen. Da sich rasch herausgestellt hatte, dass die Kräfte der Forchheimer Wehr nicht ausreichen würden, wurde durch den Einsatzleiter auch die Feuerwehr Kersbach an die Einsatzstelle gerufen. Deren Mitglieder halfen bei der Betreuung und präparierten zudem einen Hubschrauberlandeplatz. Auf dem hätten zwei Hubschrauber landen können, wenn es denn tatsächlich notwendig gewesen wäre.

Nach rund zweistündiger intensiver Arbeit, bei der viele Teilnehmer an ihre Belastungsgrenze kamen, ging die Übung zu Ende.
Die realitätsnahe Übung, die von mehreren Führungskräften der Feuerwehr und des BRK kritisch beobachtet wurde, sollte aufzeigen, wie schnell die Hilfs- und Rettungsorganisationen eine derartige Großschadenslage bewältigen können. Ferner wollten sämtliche Beteiligte wissen, ob und wie die Koordination der Hilfsleistungen noch verbessert werden muss.

In einer Abschlussbesprechung im Forchheimer Gerätehaus zeigten sich alle Beobachter sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. "Das gemeinsame Handeln der 22 Kräfte des BRK sowie der 40 Rothelme wurde als durchweg positiv bewertet", resümierte Wolfgang Penther, der bei der Forchheimer Feuerwehr für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Einsatz auf dem Paradeplatz

Eine weitere gemeinsame Übung wird es bereits am kommenden Samstag geben, wenn sich alle Rettungs- und Hilfsorganisationen beim 2. Forchheimer Rettungstag auf dem Paradeplatz unter dem Motto "Hand in Hand arbeiten" treffen und ihre Fähigkeiten präsentieren werden.

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