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Forchheim
Pädagogik

Forchheim finanziert Ferienbetreuung

Der Kulturausschuss bewilligt dem Kinderschutzbund 1200 Euro Fördergeld für die Betreuung von Schülern in Buckenhofen.
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Auch in Ebermannstadt gibt es eine Ferienbetreuung.Die Kinder haben bei einer Aktion des Bundes Naturschutz viel Spaß.  Foto: Archiv Josef Hofbauer
Auch in Ebermannstadt gibt es eine Ferienbetreuung.Die Kinder haben bei einer Aktion des Bundes Naturschutz viel Spaß. Foto: Archiv Josef Hofbauer
Ferienzeit: die Schüler freuen sich drauf - für die Eltern beginnt der Stress. Wohin mit den Sprösslingen, wenn Papa und Mama berufstätig sind? Deshalb wird schon seit einiger Zeit in der Martinsschule eine Ferienbetreuung angeboten, organisiert von Arnd Feistel, der ein Nachhilfeinstitut betreibt. Jetzt will auch der Kinderschutzbund ein Ferien-Angebot an der Grundschule Buckenhofen etablieren. Vorsitzende Elisabeth Hümmer hat dazu bei der Stadt einen Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt.
Der Kinderschutzbund führt bereits Hausaufgabenbetreuungen an allen Forchheimer Grundschulen durch. Daraus sei bei Schulleitungen und Eltern der Wunsch erwachsen, auch eine Ferienbetreuung anzubieten, erklärt Elisabeth Hümmer unserer Zeitung.
Im Kulturausschuss herrschte fraktionsübergreifend die Meinung, dass eine Ferienbetreuung für eine familienfreundliche Stadt unverzichtbar sei.
Gabriele Obenauf, die Leiterin des Amtes für Jugend und Bildung, hält es für sinnvoll , für dieses Angebot einen zentralen Standort zu schaffen. Sie schlägt vor, die bereits in Buckenhofen geplante Ferienbetreuung auf Probe durch den Kinderschutzbund laufen zu lassen. Danach sollten die beiden existierenden Angebote zusammengeführt werden, damit die Ferienbetreuung finanziell tragbar sei. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Elisabeth Hümmer, bat um eine grundsätzliche Entscheidung, ob ein flächendeckendes Betreuungsangebot fortgeführt werden soll oder ob die Stadt weiterhin nur ein begrenztes Angebot haben will.
Ferienbetreuer Arnd Feistel, der zugleich auch Stadtrat (fraktionslos) ist, berichtete, dass die Anmeldezahlen bei der Ferienbetreuung zurückgingen - und er macht kein Hehl daraus, dass vielen Eltern der Preis zu hoch sei. Immerhin kostet die Betreuung 70 Euro pro Woche. Der andere Grund für die rückläufigen Anmeldungen sei der, dass man den Eltern keine Garantie auf Fortführung der Betreuung geben könne. "Die Eltern brauchen Planungssicherheit", unterstrich Elisabeth Hümmer.


Betreuung über die ganzen Ferien

CSU-Fraktionssprecher Udo Schönfelder teilte die Meinung, dass Forchheim eine familienfreundliche Stadt bleiben solle. Gleichwohl hält er ein flächendeckendes Angebot nicht für so wichtig. Besser sei eine terminliche Ausweitung - die Betreuung müsse die komplette Ferienzeit abdecken. Er tue sich außerdem schwer, einem Defizit im fünfstelligen Bereich zuzustimmen, betonte Schönfelder - dabei musste er sich allerdings von Elisabeth Hümmer korrigieren lasen: der Förderbetrag liege im vierstelligen Bereich, konkret handelt es sich um 1200 Euro. Manfred Hümmer (FW) betonte, dass mit dem Wachstum der Stadt auch Kinder verbunden seien. Man müsse jetzt bei dem Förderantrag zur Ferienbetreuung des Kinderschutzbundes über eine Akutsituation entscheiden - darüber hinaus sollte eine konzeptionelle Beteiligung der Stadt erfolgen und eine Kofinanzierung sichergestellt werden. "Viele andere Kommunen unterstützen die Ferienbetreuung", unterstrich Hümmer. Hebendanz (CSU) unterstützt ebenfalls die Ferienbetreuung: "Forchheim muss für seine Bewohner da sein." Heinz Endres (FBF) warnte davor, sich bei den Angeboten zu verzetteln und forderte ein Gesamtkonzept. "In's Blaue rein sollte man nichts finanzieren". Lisa Hofmann (SPD) sprach sich grundsätzlich für ein Ferienbetreuungs-Angebot aus. Allerdings liege der Wochen-Preis von 70 Euro am oberen Limit. Sie forderte eine gleiche "Kostenlandschaft". So wie sie sprach sich auch Anette Prechtel (Grüne Liste) dafür aus, heuer keinen Rückzieher zu machen, sondern die Förderung einmalig zu bewilligen - und für nächstes Jahr ein zukunftsfähiges Betreuungskonzept zu entwickeln. OB Uwe Kirschstein (SPD) gab den Fraktionen die Hausaufgabe, sich darüber Gedanken zu machen, was ihnen die Ferienbetreuung für Forchheim in Zukunft wert sei.

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