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Weißenohe
Kirche

Florian Sassik feiert Primiz in Weißenohe

Die Bürger aus Weißenohe begrüßten feierlich Florian Sassik, der am Tag zuvor in Bamberg zum Priester geweiht worden ist.
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Die Weißenoher Kindergartenkinder überreichen ihrem Florian Sassik zu seiner Primiz Blumen.  Foto: Petra Malbrich
Die Weißenoher Kindergartenkinder überreichen ihrem Florian Sassik zu seiner Primiz Blumen. Foto: Petra Malbrich
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"Daham is daham." - Florian Sassiks Ausspruch bei der Priesterweihe in Bamberg wurde an der Primizfeier in Weißenohe oft zitiert. "Damit drückte er seine Verbundenheit zu seiner Heimat Weißenohe aus", erinnerte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johannes Harwig. Eine Verbundenheit, die auch die Weißenoher ihrem "Florian" deutlich zeigte. "Herzlich Willkommen Florian" stand auf einem Schild, das hoch über einem Eingangsbogen zur Straße seines Elternhauses angebracht war. Alle freuten sich, mit Florian Sassik wieder einen Priester aus dem Ort in der Erzdiözese zu wissen.


Feierliche Stimmung im Ort

Feierlich war der gesamte Ort geschmückt, die Posaunen spielten auf, als die Vereine, Bürger, die politische Gemeinde und vor allem viele Geistliche den Primizianten zu Hause abholten. Dort weihte Abt Beda Sonnenberg das Priestergewand und er und Heimatpfarrer Andreas Hornung halfen dem frisch geweihten Pfarrer beim Anziehen seines künftigen Gewands, bevor der lange Festzug in die St. Bonifatius Kirche einzog. Feierlich und berührend war die Stimmung in der Kirche.

"Ich schwebe wie auf einer Wolke. Ich werde getragen von den vielen liebevollen Menschen", sagte Florian Sassik, der sich noch an die Primiz seines Bruders vor 14 Jahren erinnerte. Schnell sei die Zeit vergangen, meinte Sassik. Heute sei bewusst Zeit für die Eucharistie und Zeit, Gott zu danken, dass er Priester sein darf. "Denn siehe ich bin bei euch bis ans Ende eurer Tage", lautete Florian Sassiks Priesterspruch. Im altbayerischen Matthai ist der Spruch zuletzt genannt. "Was wir bei Matthäus am Schluss lesen, steht bei unseren Primizianten am Anfang. Matthai zuletzt oder Sassik zuerst, es bleibt sich gleich", sagte Abt Beda.


Priester soll Menschen begleiten

Das Bild einer Wasseruhr übertrug Abt Beda auf die Aufgabe eines Priesters. "Das Wasser zerrinnt. Aber das Wasser bleibt gleich, nur das Gefäß ist anderes. Es ist tröstlich für das Leben. Es geht nicht verloren, es ändert sich nur", erklärte Abt Beda, der dann Florian Sassiks Zeit seines Wirkens aufzeigte. "Die Ausbildung eines Priesters gleicht einer Schifffahrt, die auf dem Fluss der Zeit durch verschiedenen Landschaften von Hafen zu Hafen führt", sagte Sassiks Primizprediger. Die Aufgabe des Priesters sei es, die Menschen in ihrem Boot zu begleiten. "Wir müssen sagen: Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt", sagte Abt Beda. Der Priester begleite die Gläubigen auf ihrem Fluss der Zeit. Er sitze mit im Boot, damit sie auch in stürmischen Zeiten den Hafen erreichen.

"Raushalten und Distanz geht gar nicht. Es geht um Mitgehen, um Gemeinschaft", sagte Abt Beda auf fränkisch. Denn auch der aus Neunkirchen am Brand stammende Abt fühlte sich in Weißenohe ein wenig daheim, ist dort doch ein bekanntes Benediktinerkloster gewesen. Gerade weil es viele Menschen gebe, die an Mönchen oder Pfarrern interessiert seien, ist es wichtig, nicht auf Distanz zu gehen. "Diesen Menschen dürfen wir uns nicht entziehen und mögen sich die Fragen der Menschen zum tausendsten Mal wiederholen," sagte Abt Beda.


Viele Gratulanten sind gekommen

Getragen wurde der frisch geweihte Priester Florian Sassik an dem Tag von den vielen Bürger aus dem Ort und den vielen Geistlichen aus unterschiedlichen Pfarreien. Pfarrer Andreas Hornung konnte auch den früheren Weihbischof Radspieler, Spiritual Dotzauer, einige Ordensschwestern aus dem ehemaligen Weißenoher Kloster, Landtagsmitglied Thorsten Glauber und auch Philipp Janek begrüßen. Er wurde mit Florian Sassik zum Priester geweiht und erteilte mit ihm den Primizsegen. Die Kindergartenkinder überreichten ihrem Florian Sassik Blumen. Mit einem Lied gratulierten sie, auch der Männergesangverein.

Glückwünsche und Präsente überreichten die protestantische Kollegin Pfarrerin Ruth Neufeld, die ein evangelisches Gesangbuch schenkte und eine Lutherfigur. Das eine für gelebte Ökumene, das andere, weil Florian Sassiks neue Wirkstätte in Coburg eine Lutherstadt ist. Und Landrat Hermann Ulm schloss den Kreis. Um in der Ferne auch an die Heimat zu denken, überreichte er einen Bildband, denn "daham ist daham".
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