Ebermannstadt
Training

Feuerwehren üben auf Burg Feuerstein

28 Einsatzkräfte simulieren auf Burg Feuerstein einen Einsatz: Sie müssen zwölf Jugendliche aus dem brennenden Jugendhaus bergen.
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Über 20 Organisationen - von der Feuerwehr bis zum Notarzt - packten bei dem Übungseinsatz auf Burg Rabenstein mit an. Fotos: Feuerwehr
Über 20 Organisationen - von der Feuerwehr bis zum Notarzt - packten bei dem Übungseinsatz auf Burg Rabenstein mit an. Fotos: Feuerwehr
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Feueralarm auf Burg Feuerstein! Um 18.40 Uhr heulten im Jugendhaus die Sirenen und auch bei der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim wurde über die 112 Alarm geschlagen. Während sich Personal und die im Jugendhaus untergebrachten Gruppen Richtung Sammelplatz in Sicherheit brachten, rückten nach etwa neun Minuten schon die Feuerwehren von Ebermannstadt und Niedermirsberg an.

Da die Feuerwehr von einem Brand mit starker Rauchentwicklung im Obergeschoss des Jugendhauses ausging, kamen zahlreiche Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Die Sanitäts- und Rettungsdienste waren mit Schnelleinsatzgruppen vertreten. Zwischenzeitlich wurde die Alarmstufe auf "Brand Jugendherberge" erhöht, sodass auch die freiwilligen Wehren aus dem Landkreis benachrichtigt wurden.

Gerettet werden mussten zwölf "Verletzte" und eine Rollstuhlfahrerin, die in einem Stockwerk verharrte, das voller künstlich erzeugtem Rauch stand.
Dabei wurde zur Rettung auch die neue Drehleiter der Ebermannstadter Wehr in Stellung gebracht, über die dann drei Verletzte aus den oberen Stockwerken der Burg gerettet wurden.

Wertvolle Zeit

Am vereinbarten Übergabepunkt wurden die Verletzten zunächst vom eingesetzten Notarzt Wolfgang Walter behandelt. Die medizinische Versorgung erfolgte zusammen mit 28 Rettungskräften aus Forchheim, Ebermannstadt, Gräfenberg und Gößweinstein.

Wie die Feuerwehr mitteilt, waren mehr als 20 Organisationen involviert. Darunter die Freiwilligen Feuerwehren Buttenheim, Drosendorf, Drügendorf, Ebermannstadt, Forchheim, Hagenbach, Kersbach, Kirchehrenbach, Niedermirsberg, Pretzfeld und Weilersbach, das THW aus Forchheim und Kirchehrenbach, Notärzte, die Unterstützungsgruppen örtlicher Einsatzleitung und Sanitätseinsatzleitung, der Kreisbrandinspektor- und Meister, die psychosoziale Notfallversorgung sowie die Integrierte Leitstelle.

Die aufwendige Planung und exakte Absprache, angefangen beim Kommandanten Holger Köferlein bis hin zum Jugendhausleiter Hans-Peter Kaulen, hat sich gelohnt. In einer Nachbesprechung lobte Kaulen das hohe ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.

Er bedankte sich für die gute Arbeit und betonte anschließend, dass diese groß angelegte Übung wieder gezeigt habe, wie schnell und gut die beteiligten Kräfte zusammenarbeiten. In einem Ernstfall, der nie eintreffen möge, könne gerade durch Ortskenntnis, gute Ausbildung und Zusammenarbeit aller Beteiligten wertvolle Zeit gewonnen werden, um Menschenleben zu retten und zu schützen und Gebäude vor weiterem Schaden zu bewahren.
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