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FT-Aktion: Harry bringt Susanne auf Touren

Die FT-Aktion "Runter vom Sofa" neigt sich ihrem Ende zu. Das hält die Kandidaten aber nicht davon ab, auf den letzten Metern noch einmal Gas zu geben. Auch Susanne Weller hat in nichts von ihrer Motivation eingebüßt.
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Harry Hüttmann hilft Susanne Weller, sportlich wieder Tritt zu fassen. Foto: Sabrina Friedrich
Harry Hüttmann hilft Susanne Weller, sportlich wieder Tritt zu fassen. Foto: Sabrina Friedrich
Susanne Weller war schon immer ein Bewegungsfreund. Egal ob Gymnastik, Betriebssport oder Firmenläufe - die 53-Jährige gestaltet ihr Leben gern aktiv. Nur ein regelmäßiges Ausdauertraining in ihren Alltag zu integrieren, das schaffte sie alleine irgendwie nicht.

"Ich bin dann einmal pro Woche eine Stunde laufen gegangen und war danach so fertig, dass ich es gleich wieder sei ließ", erinnert sie sich. Die FT-Aktion "Runter vom Sofa" sollte das ändern. Mit Hilfe eines Personal Trainers wollte es die Bankangestellte schaffen, ihre Beweglichkeit zu verbessern und dabei das ein oder andere Kilo zum Schmelzen zu bringen.

Und so trainiert sie seit vier Monaten gemeinsam mit ihrem Personal Trainer Harry Hüttmann. "Es ist schon ein Luxus, bei so einem Vorhaben nicht auf sich alleine gestellt zu sein", freut sich Weller.
Wer nun aber glaubt, die Aufgabe des Trainers läge darin, die Kandidatin so richtig zu pushen, liegt nicht ganz richtig: "In den seltensten Fällen muss man die Leute wirklich antreiben. Meine Hauptaufgabe ist es eher, sie zu bremsen", sagt Hüttmann.

Kontinität und Tempo

Die Zauberworte dabei lauten Kontinuität und niedriges Tempo. "Wer einmal pro Woche einen 'Gewaltlauf' absolviert, erreicht damit viel weniger als mit drei moderaten Läufen inklusive Gehpausen. Nur so kann man sich langsam steigern", sagt er.

So setzt es auch Susanne Weller um. Ihr Lauftraining ist eine Mischung aus Geh- und Laufeinheiten, die in Absprache miteinander von Mal zu Mal reduziert oder ausgedehnt werden. "Der langsame Aufbau ist genial. Alleine hätte ich das nicht geschafft", sagt sie. Doch nicht nur das Training sei ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Erfolg - auch der Trainer spiele eine enorm wichtige Rolle. "Wenn man sich einen Personal Trainer gönnt, sollte man auch gut zueinander passen", sagt Weller. "Ich hatte unheimliches Glück mit Harry. Wir kommen prima miteinander aus, die Chemie stimmt. Er ist allerdings kein Süßholzraspler und holt mich immer wieder aus meiner Komfortzone heraus."

Realistische Ziele

Sie habe zu zweit mit ihm besser trainieren können als in einer Gruppe. "Es ist mir dann auch leicht gefallen, noch zwei Mal pro Woche alleine zu laufen", sagt sie. Wenn sie es in der Mittagspause nicht geschafft habe, sei sie eben früh im fünf laufen gegangen. "Drei Mal pro Woche eine Stunde laufen kann eigentlich jeder schaffen, wenn man bedenkt, wie viel Zeit man mit Herumsitzen oder Fernsehen verbringt", sagt Hüttmann.

Doch welcher ist der beste Weg, mit Spaß ans Ziel zu gelangen? "Viele denken, wenn man motiviert ist, ist es damit schon getan. Doch sie verwechseln Motivation oft mit Willenskraft: Man kann sich für viele Dinge motivieren, aber die Willenskraft reicht nur für einen Bruchteil davon. Deswegen ist es wichtig, fokussiert zu sein und mit realistischen Zielen an die Sache heranzugehen", erklärt der Trainer.

"Gar nicht so gesund"

Auch ein konkretes Ziel, wie ein Wettkampf, kann dabei helfen, am Ball zu bleiben. "Manche setzen sich mit solchen Events zu sehr unter Druck, andere sehen sie als Ansporn. Einen Marathon zu laufen ist beispielsweise gar nicht so gesund, sich über einen gewissen Zeitraum auf ihn vorzubereiten aber schon."

Mit Harry Hüttmanns Tipps und Tricks hat es Susanne Weller geschafft: Sie kann nun eine Stunde am Stück durchlaufen, ist mit Spaß dabei und hat ganz nebenbei noch sechs Kilogramm abgenommen.

"Ich bin begeistert, das Konzept ist wirklich genial", schwärmt sie. "Laufen ist der ideale Sport, das geht überall, lässt sich super in den Alltag integrieren und ich brauche kein Equipment - der Aufwand ist also minimal." Wer nun auch Lust bekommen hat und es ihr gleich tun will, dem rät sie, in einen Personal Trainer zu investieren: "Ich habe mich gut betreut und angeleitet gefühlt und bin sicher, es nach den vier Monaten von jetzt an auch ohne Harry zu schaffen." Sie wolle sich vielleicht eine Laufgruppe mit drei bis vier Personen suchen. " Mein anderer Rat ist, sich auf das Positive zu konzentrieren.

Schlechte Tage

Natürlich gibt es auch für Susanne Weller ab und zu einmal schlechte Trainingstage: "Ich war wegen einer Grippe zwei Wochen lang außer Gefecht gesetzt und dachte, der Einstieg würde mir total schwergeallen. Aber so war es nicht. Wenn ich an mich glaube, schaffe ich es auch."



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