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Wiesenthau
Glaube

Erzbischof Schick weiht Wiesenthauer Altar

Nach Jahren der Sanierung haben die Wiesenthauer Gläubigen ihre Pfarrkirche wieder für sich. Zur Feier kam der Bamberger Erzbischof Schick.
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Erzbischof Schick (l.) segnet unter den Blicken von Pfarrer Gehret den Altar in der Wiesenthauser Kirche.  Foto: Galster
Erzbischof Schick (l.) segnet unter den Blicken von Pfarrer Gehret den Altar in der Wiesenthauser Kirche. Foto: Galster
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Es war ein Tag der Freude in Wiesenthau. Die Kirchengemeinde hatte sich vor den noch verschlossenen Pforten der Pfarrkirche Matthäus versammelt, um zum sonntäglichen Festgottesdienst mit Altarweihe Erzbischof Ludwig Schick zu empfangen.

Alle feierten mit, auch viele Gäste aus den kirchlichen Nachbargemeinden. Ein bisschen Nervosität war dann schon zu spüren, als der hohe Gast aus Bamberg eintraf und an dem Spalier der Frauen in traditionellen Heimattrachten vorbeischritt.

Dort begrüßten ihn der Hausherr, Pfarrer Michael Gehret, sowie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Margrit Kaplan mit einem Korb voller Früchte. Gleichzeitig überreichte ihm die Kirchengemeinde als Geschenk eine Schulpatenschaft für Francois Thione im senegalesischen Thiès, damit dieser sein Abschlussjahr im Gymnasium noch absolvieren kann.


Ein Versprechen an die Kinder

Es kam der große Augenblick, als Mesner Josef Weisel die Tür öffnete und der Oberhirte mit den Gläubigen in die Kirche einzog. "Es wird heute etwas länger dauern als sonst, aber es passiert auch viel mehr als sonst", versprach Schick den Kindern, die auf den Stufen zum Altar sitzend andächtig das Geschehen verfolgten.

Die erste Lesung am neuen Ambo durfte Eberhard Erlwein von der Kirchenverwaltung machen. Es war für die meisten Besucher sicher ein einmaliges Erlebnis, die Wiederinbetriebnahme der Kirche Schritt für Schritt zu verfolgen. Das lebendige Wasser bildete ein zentrales Thema, abgeleitet vom Evangelium mit den Samaritern.

Schick segnete die vorbereiteten Reliquien und brachte sie zusammen mit Pfarrer Gehret in den Altar ein. Altar und Ambo seien Begegnungsstätten mit Jesus Christus, wo Leben gestaltet wird. Schick weihte den Altar mit Wasser und salbte ihn mit Grisam.

Fünf symbolische Lichter

Die ersten fünf Lichter wurden vom Erzbischof symbolisch entzündet. Dann folgten all die vertrauten Dinge im Gotteshaus: Weihrauch, der Blumenschmuck, die Kerzen, die wieder entzündet werden. Einfach alles, was den Gottesdienst mit Leben füllt.

Den Festgottesdienst zelebrierten Erzbischof Schick mit Pfarrer Gehret, Pfarrer Josef Kraus sowie Pfarrer Alfred Bayer. "Mit diesem heutigen Tag hat sich ein großer Traum für die Pfarrgemeinde erfüllt", meinte Gehret. Sein Blick wanderte hoch zur Empore, wo Regionalkantor Georg Schäffner an der Orgel spielte und der große Gemeinschaftschor Wiesenthau/Schlaifhausen sang.
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