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Gößweinstein
Feier

Erzbischof Ludwig Schick nahm an Lichterprozession teil

Bei der Lichterprozession in Gößweinstein war erstmals Erzbischof Ludwig Schick dabei. Es war ein romantisches und besinnliches kirchliches Fest.
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Lichter und bengalische Feuer brannten unterhalb des Burgbergs in Gößweinstein. Foto: Thomas Weichert
Lichter und bengalische Feuer brannten unterhalb des Burgbergs in Gößweinstein. Foto: Thomas Weichert
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Ein ganz besonderer Höhepunkt im Weihnachtskalender war wieder die Lichterprozession am 2. Weihnachtsfeiertag im Wallfahrtsort Gößweinstein, an der sich im Anschluss an die Ewige Anbetung heuer rund 700 Gläubige und die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen beteiligten.

Auch zahlreiche Schaulustige verfolgten die Prozession, und erstmals dabei war auch Erzbischof Ludwig Schick, der den Gläubigen nach der Prozession in der Basilika zur Heiligen Dreifaltigkeit den eucharistischen Segen spendete.

Gößweinstein wurde bei Einbruch der Dunkelheit an diesem Abend von großen Holzfeuern und bengalischen Feuern rund um die Burg und dem gegenüberliegenden Aussichtsfelsen Gernerfels hell erleuchtet. In der Pezoldstraße und den Seitenstraßen entlang des Prozessionszugs brannten an den Straßenrändern und auf der Mauer rund um die Basilika außerdem zahlreiche kleinere Feuer, die in Handarbeit hergestellt worden waren.

Die Arbeitsgemeinschaft Tourismus und Gewerbe Gößweinstein hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, die alte Tradition der Lichterprozession in Gößweinstein wieder einzuführen. Das Allerheiligste unter dem Baldachin trug Gößweinsteins Pfarrer Pater Flavian Michali durch die Straßen des größten Dreifaltigkeitswallfahrtsorts Deutschlands.

Tradition wiederbelebt

Denn seit dem Jahr 2005 lebt dieser alte Brauchtum, der bereits im 18. Jahrhundert in Gößweinstein vorkam, dank der Arbeitsgemeinschaft wieder auf und zieht inzwischen viele Besucher in seinen Bann. Wie aus der Ortschronik hervorgeht, wurde die Prozession im 18. Jahrhundert auch von Wallfahrern besucht.

Der Burgberg und der Gerner fels am Kreuzberg waren bereits hell erleuchtet, als sich die Prozession zum Betschluss der Ewigen Anbetung pünktlich um 17 Uhr von der Basilika aus durch den Wallfahrtsort in Bewegung setzte. Den Prozessionsteilnehmern und Gästen bot sich so auch in diesem Jahr wieder ein romantisches Bild. Einzig der Schnee fehlte etwas.

Unter den Prominenten waren außer dem Erzbischof Bürgermeister Georg Lang (CSU), der seine Amtskette angelegt hatte, sowie zahlreiche Marktgemeinderäte.

Die Tradition, Lichter und Holzfeuer abzubrennen wurde noch bis Anfang des Zweiten Weltkriegs gepflegt. Froh sind nun alle in Gößweinstein, dass es nach so einer langen Pause wieder seit einigen Jahren die Lichterprozession gibt.

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