Wiesenthau

Erfahrung ist auf der Bühne und bei der Polizei unverzichtbar

Der Verein Zufriedenheit Wiesenthau blickt auf eine Tradition und zeigt sein Können in der Komödie "Polizeiwache 007". Der neue junge Dienststellenleiter wird schnell eingebremst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Fotos: Franz Galster
Fotos: Franz Galster
+8 Bilder
Gemächlich, aber auch aufregend und verwirrend ging es zu auf der Theaterbühne im Gasthaus Egelseer. An drei Abenden entführte der Verein Zufriedenheit Wiesenthau die Zuschauer in die "Polizeiwache 007", eine Komödie in drei Akten.
Der Vorsitzende Michael Drummer hatte sich mit seinen Laienschauspielern ein amüsantes Stück vorgenommen. Der alte Dienststellenleiter Ottokar Greifer (Peter Präger) scheidet aus. Scheinbar ruhig und gemächlich geht auf der Polizeiwache alles seinen Gang. Die Oberwachtmeister Ernst Huber (Gerhard Römer) und Heinz Wimpel (Michael Drummer) lassen sich weiterhin nicht aus der Ruhe bringen, weder durch die heiratswillige Palmine Soft (Gertrud Drummer) noch durch die nervige, aufgetakelte Tussi Molly Storch (Jennifer Nögel). Und dann überschlagen sich die Ereignisse.
Oma Tilles (Katrin Friedrich) Ersparnisse werden geklaut, Putzfrau Erna Krawuttke geht ausgerechnet in der Polizeistation der
Schwarzarbeit nach und da taucht zu allem Überfluss noch der Heiratsschwindler Hasso Graf (Stefan Klinger) auf. Für die Geschäftszimmerdame Käte Meise (Lisa Präger), genannt Meischen, ist viel Geduld erforderlich, alles wird undurchschaubar. Letztlich muss auch der neue junge und zielstrebige Dienstleiter Armin Klug (Florian Drummer) erkennen, dass die Erfahrung der Alten unverzichtbar ist.
Regie führte Christine Kroder. Das Bühnenbild entwarfen Christine Kroder, Gerhard Römer und Christine Wolfrum. Für die Masken zeichnete Silke Wolfrum verantwortlich. Als Souffleuse fungierte Tonja Roske.
Der Theaterverein Zufriedenheit Wiesenthau hat Tradition und wurde bereits 1928 gegründet. "Wir haben das Erbe der Väter und Großväter übernommen", meinte Christine Kroder nach der Aufführung. Mancher Schauspieler ist bereits seit über 30 Jahren dabei.
Begeistert zeigte sich auch Johannes Pieger als Zuschauer nach der abendfüllenden Vorstellung. "Jeder hat seine Rolle maßgeschneidert herübergebracht. Sie waren toll und natürlich", meinte er. Von Ehrgeiz und objektiver Kritik spricht schließlich das Resümee von Vorsitzender und Schauspieler Michael Drummer, wenn er meint: "Der Applaus ist des Künstlers Brot, da gibt es immer noch eine Steigerung."
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren