Forchheim
Wohnungsnot

Obdachlose: Eine Notunterkunft steht in Forchheim bereit

Annähernd 120 Menschen sind in Forchheim ohne feste Wohnung. Daher hat die Stadt jetzt einen Container bereitgestellt, um spontan helfen zu können.
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Als "Notfall-Ausweichquartier" ist der Container in der Jean-Paul-Straße gedacht. Bislang ist er nicht bewohnt. Foto: Ekkehard Roepert
Als "Notfall-Ausweichquartier" ist der Container in der Jean-Paul-Straße gedacht. Bislang ist er nicht bewohnt. Foto: Ekkehard Roepert
Die Unterkünfte für sogenannte Wohnungsnotfälle in der Stadt sind erschöpft. Darauf hatte Alexander Dworschak, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GWS), schon bei den Haushaltsberatungen hingewiesen. Ende Februar informierte Dworschak dann den Bauausschuss: Die Zahl der Obdachlosen, die jahrelang bei um die 80 lag, sei auf 116 gestiegen.


Kurzfristig reagieren können

Daraufhin beschlossen die Stadträte im Bauausschuss, in der Jean-Paul-Straße 21 in Forchheim-Nord einen Container aufzustellen, um kurzfristig reagieren zu können, falls die Stadt einem Obdachlosen Unterkunft gewähren muss.

Seit Donnerstag nun steht der rote Container - ein Geschenk der Deutschen Bahn - in der Jean-Paul-Straße. Noch fehlen die Türen und Fenster. Städtische Arbeiter waren am Donnerstag damit beschäftigt, die Abwasserleitung zu verlegen.


Für eine Kleinstfamilie

"Der Container wird soweit hergerichtet, dass er sofort beziehbar wäre", sagte GWS-Chef Alexander Dworschak am Donnerstag. Die Unterkunft sei als "Notfall-Ausweichquartier" gedacht - maximal für eine Kleinstfamilie, also ein Pärchen mit Kind. Der SPD-Stadtrat Reinhold Otzelberger hatte im Vorfeld gegen die Container-Lösung in der Jean-Paul-Straße protestiert: Jahrelang habe die Stadt versucht, das Wohnumfeld dort zu verbessern; daher sei ein Container in der Jean-Paul-Straße unpassend.

Der GWS-Chef Alexander Dworschak erinnerte noch einmal daran, dass das Aufstellen des Containers "auf ein Jahr befristet" sei. Unter dieser Bedingung hätten die Bewohner in der Nachbarschaft den Container "hingenommen". Den Standort Jean-Paul-Straße hatte die Wohnungsbaugesellschaft damit begründet, dass dort ein Anschluss an den Kanal vorhanden sei.

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