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Forchheim
Jubiläum

Eine Chance für Menschen mit Behinderung

Seit zehn Jahren bemühen sich die Lebenshilfe-Werkstätten, Menschen mit Behinderung in das Berufsleben zu integrieren. 30 hiesige Firmen helfen dabei mit.
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Integra-Praktikant Thomas Mantaj (r.) und Mentor Werner Noack bei seinem Arbeitsplatz  Foto: Roppelt
Integra-Praktikant Thomas Mantaj (r.) und Mentor Werner Noack bei seinem Arbeitsplatz Foto: Roppelt
Seit zehn Jahren sorgt das Inklusionsprojekt der Lebenshilfe-Werkstätten Forchheim dafür, dass Menschen mit Behinderungen arbeiten können. So, wie es in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben wurde, wird die Inklusion in Forchheim auch umgesetzt.

Die Zahlen sprechen Bände: 50 dauerhafte Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen sind in Forchheimer Unternehmen geschaffen worden. 26 Außenarbeitsplätze sind allein von den Lebenshilfe-Werkstätten bei Piasten zur Verfügung gestellt worden. Zusätzlich konnten sechs Menschen in den regulären ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Das berichtete Wolfgang Badura, Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstätten Forchheim, den Gästen, die in der Kapelle St. Gereon das zehnte Jubiläum des Projekts feierten.


Wichtig für das Selbstvertrauen

Das Golden-Deutsch-Trio unterlegte Gedichte von Ringelnatz und den Wortlaut der UN-Behindertenrechtskonvention mit schrägen Tönen und sorgte damit für die musikalische Umrahmung der kleinen Feierstunde.

Badura dankte seinerseits allen Firmen, die auch behinderten Menschen einen Arbeitsplatz geben. "Das sind hier etwa 30 Unternehmen, die der UN-Resolution nachkommen", lobte er. Gemeinsam mit Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) hat Landrat Hermann Ulm (CSU) die Schirmherrschaft über das Projekt.

Wie wichtig es sei, den Menschen Selbstwertgefühl zu vermitteln, betonte Stumpf am Beispiel eines Behinderten, der im Gartenamt Arbeit gefunden und sogar seine Prüfung ablegen konnte. "Würden wir die Würde des Menschen ernst nehmen, bräuchten wir keine Gesetze, die für Integration sorgen müssen." Die Menschlichkeit einer Gesellschaft bemesse sich mit schwächsten und hilfsbedürftigsten Mitgliedern.

Die Werkstätten der Forchheimer Lebenshilfe bieten Menschen mit einer Behinderung eine berufliche Ausbildung, betreuen und fördern sie. Mithilfe von Praktika und anderen begleitenden Maßnahmen können die Behinderten in den Betrieben hineinschnuppern.

Auf diese Weise würden auf allen Seiten Vorurteile abgebaut, erklärte Badura. Bis im Jahr 2020 will die Werkstatt mit ihrem Integra-Projekt insgesamt 60 Arbeitsplätze bei heimischen entstehen lassen.

"Zudem wollen wir pro Jahr eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt schaffen", formulierte Badura seine die Ziele für die kommende Zeit.

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